Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 4.7.2011 
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Lisa McPherson: Tod und Missbrauch des Namens
Scientology-Kritiker haben in den USA einen Verein gegründet, den Lisa McPherson Trust.
Die Kritiker machen die Scientology-Organisation für den Tod von Lisa McPherson verantwortlich.
Wenig später gründeten Scientologen die Lisa McPherson Foundation.
Ziel dieses Vereins: "Religiöse Toleranz", so die Leiterin Bennetta Slaughter.

 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
  • www.AGPF.de: Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt
 

Am 5.12.95 wurde Lisa McPherson in Clearwater in ein Krankenhaus eingeliefert und starb dort. Lisa McPherson wurde 36 Jahre alt. Seit ihrem 18. Lebenjahr war sie Scientologin. Sie war zuvor in einer Scientology-Einrichtung in Behandlung oder Pflege. Eine definitive Klärung dieses Todesfalls gibt es bisher nicht. Diese Seite soll einen Überblick geben.

Die Anklagen wurden im Juni 2000 fallengelassen.
Die Berichterstattung der Presse und die Anklage der Staatsanwaltschaft beruhten im wesentlichen auf Gutachten. Inzwischen wurden massive Klagen über das Gutachten und die Gutachterin erhoben.
Eine abschließende Beurteilung ist derzeit noch nicht möglich.

Die Tageszeitung DIE WELT vom 14.9.2000 ("Sekten-Beauftragter Gandow erwägt rechtliche Schritte gegen Scientology") berichtet:

Scientology dementiert die Mitschuld an dem Tod von Lisa Mc Pherson: "Sie ist bei einem Autounfall gestorben", sagte die Sprecherin von Scientology in Deutschland, Sabine Weber. Weiterhin bestätigte sie allerdings, dass mit ehemaligen Mitgliedern "in Ausnahmen nicht immer sanft umgegangen wird".
"Sie ist bei einem Autounfall gestorben": Das ist schlicht Unsinn.
Tilman Hausherr berichtet (Berliner Dialog 1/2000 Seite 27 net.update), als Angabe für die Todesursache seien nur bestimmte Begriff zulässig, nämlich "Mord", "Selbstmord", "Natürlich", "Unfall" und "Unbekannt". Ursache für die letztlich tödliche Behandlung war in der Tat der Unfall.
Die Staatsanwaltschaft hat die Akten inzwischen als CD veröffentlicht.
Deren Inhalt ist auch über das Internet abzurufen: www.xenu-city.net/CPD/
Natürlich nur auf englisch.

Pfarrer Thomas Gandow hat wörtliche Zitate aus Protokollen in seiner Predigt im Gottesdienst "Gebet für Lisa McPerson" am 17. September 2000 in der Luisen-Kirche in Berlin-Charlottenburg verwendet.
Thomas Gandow schildert darin Leben und Sterben der Lisa McPherson:

 
 
 

Der Fall Lisa McPherson

Der Fall Lisa McPherson läßt Rückschlüsse zu auf



Zum Fall: http://www.lisamcpherson.org/  von Jeff Jacobsen.
Die Texte sind englisch, der Klick auf die deutsche Fahne bringt nicht viel.
Die Autopsie-Photos sprechen allerdings für sich.
Jeff Jacobsen warnt ausdrücklich.
Er erläutert, er zeige die Photos, weil die Scientology Kirche, unter deren Obhut Lisa sich die letzten 17 Jahre ihres Lebens befand, behauptet, daß Lisa weder krank war noch sich  in irgend einer Hinsicht in schlechtem Zustand befunden habe. Außer in den letzen Tagen ihre Lebens, als sie plötzlich krank geworden war.
Unten zwei Artikel aus der St. Petersburg Times, der örtlichen Tageszeitung.



Der Lisa McPherson Trust

Der Scientology-Kritiker Robert Minton hat in Clearwater, Florida den Lisa McPherson Trust gegründet.
Clearwater ist auch der Sitz der Scientology-Trainingszentrale.
Dort werden auch Deutsche ausgebildet.
Scientology besitzt dort große Gebäude.
Robert Minton wurde am 3.6.2000 in Leipzig der erste "Leipziger Menschenrechtspreis" (damals auch: "Alternativer Karlspreis") des Europäisch-Amerikanischen Bürgerkomitees für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA verliehen.
Dazu: www.leipziger-preis.de

Robert Minton hat den "LMT" finanziert und weitere Scientology-kritische Aktivitäten.
So auch Prozesse wegen des Todes von Lisa McPherson.
Daraus entstanden weitere Prozesse.
In einem solchen erklärte Minton 2001, er fühle sich finanziell übervorteilt.
In der Folge löste Minton dem Lisa McPherson Trust auf.
Im November 2002 wurde bekannt, dass er Klage auf Rechnungslegung gegen die Produzenten eines von ihm finanzierten Films erhoben hat. Dem kann man wohl entnehmen, dass Minton sich damals nicht hinreichend um Einzelheiten des Verbleibs der von ihm geleisteten Zahlungen gekümmert hat und dass daraus Meinungsverschiedenheiten entstanden sein könnten.
 


Scientology-Deutschland: Die übliche Irreführung der Öffentlichkeit
Der Scientology-Pressesprecher behauptet in einem Leserbrief und baut offenbar darauf, daß kaum ein Leser noch einmal den Artikel selbst nachliest - Artikel und Leserbrief unten - :

"Die Meldung, wonach Lisa McPherson 1995 unter ungeklärten Umständen in einem Zentrum der Scientology-Kirche in Clearwater/Florida verstarb, ist unzutreffend."
Niemand hat behauptet, daß "Lisa McPherson ... einem Zentrum der Scientology-Kirche in Clearwater/Florida verstarb".

Bemerkenswert: Der Pressesprecher bestreitet nicht, daß Lisa McPherson "gegen ihren Willen im "Fort Harrison Hotel" 17 Tage lang festgehalten worden war".
Tatsache bleibt, daß Lisa McPherson unmittelbar nach diesem Aufenthalt tot oder sterbend in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.
 
Esotera 2/2001:  Tonnen von Dokumentarmaterial  Scientology-Leserbrief zum Artikel links
Einen schockierenden Einblick in das Gebaren der "Church of Scientology" gibt der "Lisa McPherson Trust" (www.lisatrust.net). Lisa McPhersons Fall war 1996 international durch die Presse gegangen: Sie war 1995 völlig entkräftet zu Tode gekommen, nachdem sie gegen ihren Willen im "Fort Harrison Hotel" der Sekte 17 Tage lang gegen ihren Willen festgehalten worden war. Der Trust, praktisch direkter Nachbar der Scientology-Zentrale in Clearwater, Florida, hat Tonnen von Dokumentarmaterial (auch Audio und Video) zusammengetragen und beispielsweise alle Überwachungskameras fotografiert, mit denen Scientology im Hauptquartier rundum absichert - ein Beitrag, um "die ausbeuterischen und betrügerischen Praktiken der Church of Scientology offen zu legen und denen zu helfen, die ihr Opfer geworden sind", wie es im "Mission Statement" heißt.  Die Meldung, wonach Lisa McPherson 1995 unter ungeklärten Umständen in einem Zentrum der Scientology-Kirche in Clearwater/Florida verstarb, ist unzutreffend. Nach medizinischem Gutachten verstarb sie an einer Lungenembolie. Aus einem Dokument der Staatsanwaltschaft Florida geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft selbst am 12. Juni 2000 beim zuständigen Gericht die Einstellung des zuvor von ihr betriebenen Verfahrens beantragt hat. Danach wurde das Strafverfahren abgeschlossen. 
Dass der sogenannte "Lisa McPherson Trust" diese Fakten verschweigt, spricht Bände über seine mangelnde Seriosität. Bei diesem Trust handelt es sich um eine kommerzielle Einrichtung. Betrieben und finanziert wird sie von einem amerikanischen Finanzhai namens Bob Minton. Minton geriet wiederholt in die Schlagzeilen, weil er bei dubiosen Schuldverschreibungsdeals mit nigerianischen Ex-Militärdiktaturen Millionenprofite machte. 
Georg Stoffel - Pressestelle der Scientology-Kirche Deutschland e. V., München 
Gefunden in der Esotera 4/2001

 
 



Am 5.12.95 wurde Lisa McPherson in Clearwater, Florida von einem Wagen "mit dem   charakteristischen goldenen Schriftzug" (Tagesanzeiger Zürich 27.2.97) der Scientology-Organisation in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer erklärte dem Notfallarzt, er hätte eine schwerkranke Frau im Fahrzeug. Der Tagesanzeiger:
Doch für diese kam jede Hilfe zu spät: Lisa McPherson war längst tot. Die Leiche war in einem  schrecklichen Zustand. Die tote Frau war abgemagert, übersät mit blauen Flecken, Schürfwunden und Stichen. Sie sei von Insekten gebissen worden, sagten die Scientologen. Die Spuren deuteten auf Kakerlaken hin, meinte ein Arzt.
Lisa McPherson wurde 36 Jahre alt. Seit ihrem 18. Lebenjahr war sie Scientologin. Am 18.11.1995 hatte sie einen Autounfall, bei dem sie offenbar einen Unfallschock erlitt. Sie riss sich die Kleider vom Leib und rannte nackt umher. Sie wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Scientologen holten sie von dort ab.

Die Staatsanwaltschaft München spricht von "Hilflosigkeit und Verantwortungslosigkeit gegenüber echter Geisteskrankheit":

"Hubbard hält den Berufsstand der Psychiater für entbehrlich, da er vorgibt, mit seinen Methoden selbst Geisteskrankheiten heilen zu können (HGOB 28.11.1970). Als eine ehemalige Münchner Spitzenfunktionärin 1984 ernsthaft geistig erkrankte, war die Organisation deshalb nicht in der Lage, ihr wirksam zu helfen. So unterließ man es bewußt, ihr die erforderliche psychiatrische Hilfe angedeihen zu lassen. Durch die scientologische Hilfestellung in den USA und in Dänemark verschlechterte sich erwiesenermaßen ihr Zustand. Die Hilflosigkeit und Verantwortungslosigkeit gegenüber echter Geisteskrankheit zeigt sich nicht nur in diesem Fall."
Staatsanwaltschaft München: Der Beschluß 115 Js 4298/84 vom 24.04.1986
Inzwischen wurden in Clearwater strafrechtliche Anklagen erhoben.
Die Verhandlung soll im Jahr 2000 stattfinden.
 



Reuters 13.6.2000 - private Übersetzung -

Der Rechtsstreit in Florida ist für Scientology noch nicht vorbei

CLEARWATER, Fla., (Reuters) - Offizielle der Scientology Kirche begrüssten am Dienstag die Einstellung der Strafanklage gegen die Kirche wegen dem Tod von einem Mitglied, während ein Kritiker versprach, dass der Rechtsstreit vor Zivilgericht weitergeht.

Der Staatsanwalt Bernie McCabe des Bezirks Pinellas liess am Montag die Strafanklagen gegen die Kirche wegen Missbrauch eines handlungsunfähigen Erwachsenen und Ausübung medizinischer Tätigkeit ohne Lizenz im Todesfall von Lisa McPherson fallen, die 1995 nach 17 Tagen Pflege durch Mitglieder der Kirche starb.

McCabe erklärte, dass der Fall von Joan Wood, der ärztlichen Gutachterin von Pinellas, untergraben wurde als sie ihren Befund über McPhersons Tod im Februar von 'unbestimmt' in 'unfallbedingt' abänderte, nachdem von der Kirche angeheuerte Experten die Ergebnisse ihrer Autopsie in Frage stellten.

"Wir sind sehr glücklich. Wir denken, dass war die angemessene Sache die zu tun war" sagte der Sprecher von Scientology Mike Rinder über den Entscheid von McCabe. Die Kirche leugnet, den Tod von McPherson verursacht zu haben.

Aber Ken Dandar, der Anwalt von McPhersons Erben, versprach ein separaten Zivilverfahren gegen die Kirche fortzusetzen.

"Das hat absolut keinen Einfluss auf das Zivilverfahren" erklärte Dandar der St. Petersburg Times.

Bis jetzt wurde noch kein Verhandlungstermin für das Zivilverfahren festgelegt.

McPherson war am 18. November 1995 in einen unbedeutenden Verkehrsunfall in Clearwater verwickelt. Nach dem Unfall zog sie sich ihre Kleider aus und bat einen Sanitäter um Hilfe und wurde in ein örtliches Spital gebracht.

Sie ging einige Stunden später mit mehreren Mitgliedern von Scientology weg und wurde ins Hauptquartier der Kirche in einem ehemaligen Hotel im Zentrum von Clearwater gebracht.

Am 5. Dezember verschlimmerte sich ihr Zustand und sie wurde in ein mehrere Meilen entferntes Spital gebracht wo ein Arzt der Scientologe war Dienst hatte, statt in ein nur wenige Häuserblöcke entferntes. Als sie im Spital ankam, wurde sie für tot erklärt.

Gemäss einer eidesstattlichen Erklärung eines Ermittlers, der für die Staatsanwaltschaft arbeitete, war McPherson psychotisch und wahnhaft als sie in der Obhut von Mitarbeitern von Scientology war.

Der Ermittler erklärte, dass sie festgehalten wurde und gewaltsam medizinisch behandelt wurde durch dazu unberechtigte Mitarbeiter. Der Ermittler sagte, dass viele seiner Informationen von Interviews mit denjenigen stammten, die McPherson pflegten.

McCabes Strafklagen waren gegen die Kirche und nicht gegen irgend welche Mitarbeiter gerichtet. Falls die Kirche in beiden Anklagen für schuldig befunden worden wäre, hätte die Strafe einzig in Geldbussen bestanden.

McPherson kam 1994 aus Texas nach Clearwater an der Westküste Floridas um im Hauptquartier Scientology Kurse zu machen. Sie arbeitete in einem Verlag, der Scientologen gehört.

Scientology wurde 1954 durch den Autor L. Ron Hubbard in Los Angeles gegründet. Das Hauptquartier in Clearwater wurde 1975 als spirituelles Zentrum errichtet, wohin Scientologen aus den Vereinigten Staaten und anderen Ländern kommen um Kurse zu belegen.



© St. Petersburg Times, 23.6.2000 - Private Übersetzung -

Fähiger medizinischer Gutachter benötigt

Medizinische Gutachter sind unerlässlich für das Strafrechtsystem. Sie untersuchen verdächtige Todesfälle, helfen festzustellen, ob Verbrechen begangen wurden und beeinflussen das Ergebnis von Gerichtsverfahren. Sie sollten kompetente Fachärzte sein, Manager und Zeugen.

In jedem dieser Bereiche wurden schwerwiegende Zweifel über die medizinische Gutachterin Joan Wood von Pinellas-Pasco angebracht. Bevor Gov. Jeb Bush entscheidet, ob Wood für eine weitere dreijährige Amtsperiode angestellt werden soll, sollte er die Konsequenzen in Erwägung ziehen.

Wood stand im Mittelpunkt einer kontroversen Entscheidung von Staatsanwalt Bernie McCabe, im Fall des Todes von Lisa McPherson die Strafklagen gegen die Scientology Kirche einzustellen. Das Verhalten von Wood in diesem Fall war durchwegs dilettantisch.

Erst dramatisierte sie ihre Wichtigkeit durch einen Auftritt in der TV Show 'Inside Edition'. Doch als durch Scientology angeheuerte medizinische Fachleute ihre widersprechenden Ansichten ausdrückten, änderte Wood bedeutsame Einzelheiten der Autopsie, welche die Ankläger dazu zwangen, den Anklagen einzustellen. Das Memo eines Staatsanwaltes erwähnte, dass Wood nicht in der Lage war "ihren Entscheid verständlich zu erklären, selbst nicht unter freundlicher Befragung".

Zudem erhoben sich auch Zweifel über ihre administrativen Fähigkeiten. Sie wies die Autopsie von McPherson einem Assistenten zu, dem sie misstraute und der kündigte bevor die Arbeit erledigt war. Jetzt wird auch die Genauigkeit von Dutzenden von Autopsien genau untersucht, die durch einen anderen Assistenten, Richard O. Eicher, durchgeführt wurden.

Obwohl Wood später zugestand, dass Eicher Übung und Erfahrung in forensischer Pathologie fehlten und dass sie zu beschäftigt war um ihn auszubilden, liess sie ihn an wichtigen Fällen arbeiten. Einer davon, der Todesfall des 17jährigen Brannon Jones, wurde von Unfall oder Suizid in Mordverdacht geändert. Es könnte noch ein Schatten auf weitere Arbeiten von Eicher fallen, bevor die Untersuchung beendet ist.

Wohin führte dies Wood? Sie hat das Image des Anstellens ungenügender Assistenten und ihre Arbeit nicht im Auge zu behalten. Der Fall McPherson legt nahe, dass ihr ebenso das eigene berufliche Geschick abhanden kam. Und die Ergebnisse von aktuellen und künftigen Straffällen könnten gefährdet sein.

Ja, Wood hat unsere Dankbarkeit für ihre lange Dienstzeit verdient. Aber es steht jetzt zu viel auf dem Spiel als die Sentimentalität einer guten Beurteilung vorherrschen zu lassen, da der Entscheid des Gouverneurs Professionalität und Kompetenz in das Amt des medizinischen Gutachters von Pinellas-Pasco zurückbringen kann.



St. Petersburg Times, 24.6.2000

Sieben Autopsien verpfuscht!
151 AUTOPSIEN ÜBERPRÜFT:
Die Fehler führten zu einer Exhumierung und einer erneuten Untersuchung
eines Todesfalles durch die Polizei

Von JANE MEINHARDT

CLEARWATER -- Ein im letzten August von der medizinischen Gutachterin
von Pinellas-Pasco Joan Wood angestellter Arzt bestimmte im Verlaufe von
acht Monaten bei sieben Autopsien eine falsche Todesursache und
Todesart, wie Aufzeichnungen von Woods Amtsstelle zeigen.

Diese Fehler und weitere Irrtümer durch Dr. Richard O. Eicher führten
zur Exhumierung einer Leiche, zur Wiederaufnahme einer Untersuchung
eines Todesfalles durch die Polizei von Clearwater und bereitete einigen
Familien Kummer, da sie sich mit neuen, manchmal dramatisch
unterschiedlichen Informationen auseinandersetzen mussten, wie die von
ihnen geliebten Menschen starben.

Wood verlangte von ihrem Team 178 Autopsien zu überprüfen, die vom im
März zurückgetretenen Eicher durchgeführt wurden nachdem festgestellt
wurde, dass er die Eintritts- und Austrittswunde einer Schussverletzung
im Kopf eines Mannes verwechselt hatte. Protokolle von Woods Amtsstelle,
welche die Times diese Woche erhielt, zeigen dass 151 seiner Autopsien
überprüft werden mussten.

"Die grosse Mehrheit seiner Fälle war in Ordnung" sagte Wood am Freitag.
"Es waren nur gerade einige Fälle. Ich bin allerdings darüber
unglücklich, dass wir einige (Befunde) ändern mussten."

In einem Interview charakterisierte Eicher einige der Korrekturen als
Meinungsverschiedenheiten. Er sagte, Wood habe ihn nie bezweifelt oder
kritisiert, er habe sich jedoch allein wegen dem Arbeitsumfang zum
Rücktritt entschlossen.

"Ich stand stark unter Druck", sagte der 60jährige Eicher. "Oft mussten
zwei (Pathologen) die Arbeit für vier erledigen."

Wood, die Eicher ohne Prüfung seiner Referenzen anstellte, bestätigte
dass sie während der Anstellungszeit von Eicher viel Zeit für den Fall
gegen die Scientology Kirche aufwendete.

"Ich gebe zu, dass ich zu der Zeit stark beschäftigt war", meinte sie.
"Ich steckte bis zum Hals in der Sache mit Scientology."

Die Enthüllung von Eichers Irrtümern kommt zu einer Zeit, da Wood selbst
unter Feuer steht wegen ihrer Behandlung der Autopsie von Lisa McPherson
von 1995. Gouverneur Jeb Bush muss bis zum 1. Juli bestimmen, ob er die
Anstellung von Wood erneuern will. Sie hat diese Stelle seit 1982.
 
 



St. Petersburg Times 20.12.1999

Scientologists, critics sharing woman's name
By THOMAS C. TOBIN

CLEARWATER -- Vowing to speak out against "the propaganda of hate," a new organization of local Scientologists is gearing up to counter the efforts of Robert S. Minton, the New England millionaire who is setting up shop in downtown Clearwater to oppose the Church of Scientology.

The new organization is called the Lisa McPherson Foundation, named for the veteran Scientologist whose 1995 death while in the care of church members has saddled Scientology with a lawsuit, a criminal prosecution and increased pressure from its critics.

And, in an added twist that local Scientologists find appalling, the case has resulted in McPherson's name being used against the church they say she loved.

Although McPherson had been a practicing Scientologist for 13 years, the church's critics consider her a martyr for their cause. The name of Minton's group, for example, is the Lisa McPherson Trust, which plans to present a dark picture of Scientology to locals and provide "exit counseling" for those who want to leave the church.

In contrast, the Lisa McPherson Foundation seeks to pull McPherson's name back into the Scientology camp by opposing Minton at every turn and by "standing up for religious tolerance," said Bennetta Slaughter, the foundation's leader.

Slaughter, a prominent Scientologist in Clearwater, was McPherson's longtime friend and employer at AMC Publishing Co.

"I will, in fact, counter any hate that will come from them and I will handle that," Slaughter said of Minton and his group in an interview last week. "They are not going to poison this town."

She added: "There's a large difference between free speech and the propaganda of hate. . . . Name one good thing that he's bringing to this community. I can't think of one."

The foundation has about 300 members, Slaughter said.

Its first project was an inch-thick binder using information compiled by Church of Scientology staff members. The binder documents Minton's controversial encounters with the church, two of which have resulted in his arrest on misdemeanor battery charges.

It also includes background information on five Scientology critics who have worked with Minton, including records on criminal convictions, criminal allegations and instances when Scientology has defeated them in civil courts.

Slaughter said the foundation doesn't plan to widely disseminate the binder but will "give it to people who are in positions who should know . . . so that they can be informed."

She added the group would oppose Minton in other ways as needed.

The foundation also will be working with other local churches on "social betterment activities" and will promote the "restoration of religious practice" in all denominations as a way to reduce social ills, Slaughter said.

"It matters not to me where people go to church," she said. "I'd just like to see them go to church."

She said most Scientologists in Clearwater are longtime members who resent an outsider like Minton telling them their church abuses people.
 

In a phone interview from his New Hampshire farm, Minton responded, saying he primarily is opposed to Scientology's strict "ethics" system, which he called harmful.

He cited records that came to light after McPherson's death indicating she was struggling under a Scientology ethics program being administered at Slaughter's company. In a wrongful death lawsuit filed by McPherson's family and financed by Minton, that ethics program is alleged to have caused the severe mental breakdown that played a key role in her death.

"Bennetta Slaughter is herself part and parcel of the Scientology abuse process," Minton said.

He said he plans to close his purchase of a local headquarters on Jan. 5. He has said the building is next to a Scientology property in downtown Clearwater, but has not named the location. The staff will include former Scientologists who want to share their perceptions of the church with current members.

Echoing Scientology officials, Slaughter characterized Minton's headquarters as a deprograming center that will illegally detain people.

She called it "the height of arrogance" for Minton to be interpreting Scientology for Scientologists.

"I find that so offensive, as do every single one of my friends in the church," she said. "He's trying to position himself as someone reasonable, when in fact what he's saying is complete bunk."



St. Petersburg Times 26.10.1999

Church members, critic spar over name
Local Scientologists and a critic of the church both want to start foundations using the name of Lisa McPherson.
By THOMAS C. TOBIN
CLEARWATER -- What would Lisa McPherson have wanted?

That question burns at the center of yet another battle between the Church of Scientology and its critics. Both sides say they have McPherson's best interests at heart, yet each is using her name to oppose the other.

McPherson was a veteran Scientologist who died in 1995 while in the care of church staffers in Clearwater.

On one side, Scientology's top critic said Monday he is financing a new foundation that will reach out to disaffected members of the church and educate the public about what he says are the harmful effects of Scientology.

Robert S. Minton, a retired investment banker from New England, said a full-time staff is being assembled in Clearwater. They hope to find downtown office space as close as possible to the Fort Harrison Hotel, a retreat that Scientologists around the world consider their "mecca."

The Fort Harrison also is where McPherson, 36, suffered a severe mental breakdown for 17 days before she died of a blood clot in her left lung. Her treatment is the subject of a wrongful death lawsuit in Tampa and criminal charges against the church in Pinellas County.

The new foundation would be a safe harbor, providing "exit counseling" for people wanting to leave Scientology, said Minton, who has spent about $2.5-million over the past three years fighting the church.

Incorporation papers for the Lisa McPherson Educational Foundation are expected to be filed this week.

On the other side are local Scientologists who last week registered two corporations bearing McPherson's name in an attempt to head off Minton's effort. They acted after news of Minton's plan leaked out on the Internet.

The leader of the group is Bennetta Slaughter, a Clearwater businesswoman and a Scientologist who was McPherson's boss and longtime friend. Slaughter said Monday that her group -- either the Lisa Foundation Inc. or the Lisa McPherson Foundation Inc. -- would work as a kind of Anti-Defamation League to stand up against the "hate-mongering" and "religious intolerance" of Minton and his allies.

Each side reacted to the other's effort with outrage.

Mike Rinder, a top Scientology official, called Minton's plan "despicable and disgusting" and said it "brings nothing positive to the city."

He added: "Bob Minton never met Lisa McPherson. If he had, he would have spit in her eye."

Slaughter said she and McPherson had known each other since 1984 and spent every day together, celebrating birthdays and holidays. She said McPherson was a dedicated Scientologist who never would have wanted her name affiliated with Minton's cause.

"I am sick and tired of this," she said.

Equally passionate was Tampa lawyer Ken Dandar, who has alleged that Slaughter was partially responsible for McPherson's death. Dandar represents McPherson's estate in the wrongful death case and is helping Minton form his foundation. "We did not kill her," Dandar said. "They have no business using that name."

He said Slaughter's action was "like O.J. Simpson forming a foundation in the name of Nicole Simpson. It just is ludicrous, brazen and shameful."

Dandar said it was the dying wish of Fanny McPherson, Lisa's mother, that some effort be made to educate the public about Scientology and reach out to its "victims."

But Slaughter and top church officials say they believe he is lying.
Slaughter said Fanny McPherson attended many church functions with her daughter over the years.

Scientology is trying to deflect the central issue, which is that "Lisa McPherson died in a most grisly and horrible way," Minton said.

He said he planned to continue his effort "for the long haul."
 
 



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