Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 06.11.2012
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 Die Privatgefängnisse der Scientology-Organisation:
"RPF - Rehabilitation Project  Force"
 
 
 

 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
  • www.AGPF.de: Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt

 
Das RPF 

Seit Anfang der achtziger Jahre ist auch in Deutschland bekannt, daß die Scientology-Organisation unter der Bezeichung RPF - Rehabilitation Project Force Privatgefängnisse betreibt. 
Fast 20 Jahre später filmte ein deutscher Journalist die Sicherheitseinrichtungen des "Happy Valley" in den USA. 
RPFs gab oder gibt es auch in Städten, auch in Europa. 
"Happy Valley" wurde inzwischen aufgegeben. Ein englischer Bericht aus der Zeit vor 2001 befindet sich unter http://coanon.org/press/?p=34

 
 

Berichte

Dazu auch: RPF-Berichte

In der Klageschrift eines Deutschen für das Arbeitsgericht Berlin heißt es:

"Die Repressalien der "Kirchenleitung" gipfelten im Juni/Juli 1996 darin, daß der Kläger, da er und seine Freundin immer noch nicht von Ihren Heiratsplänen Abstand nahmen, zwei Wochen lang in einem ca. 4 qm großem fensterlosen Raum in Clearwater gefangengehalten und insbesondere psychisch gefoltert wurde."
Keineswegs ein Einzelfall. Aus einer Eidesstattlichen Versicherungen zur Vorlage bei einer "Class Action", einem Sammelverfahren mehrerer Ex-Scientologen auf Schadensersatz in Millionenhöhe (ABI 12-80-82):
"Während meines Aufenthaltes auf der Apollo beobachtete ich zahlreiche Strafen, die verhängt wurden, wegen vieler kleiner Übertretungen oder Fehler im Zusammenhang mit den sehr strengen und exzentrischen Richtlinien Hubbards. In vielen Fällen beobachtete ich, wie jemand in die "Kettenkästen" des Schiffes gesteckt wurde, und zwar auf direkten Befehl Hubbards. Diese Kästen waren kleine, übelriechende Löcher, die mit Gittern abgedeckt waren und zur Lagerung der Ankerkette dienten. Ich sah, wie ein Junge dort 30 Nächte lang eingesperrt wurde, er heulte und bettelte, herausgelassen zu werden.
Er durfte nur herauskommen, um das Schiffsdeck dort zu reinigen, wo der Schiffsabfall gesammelt wurde. Ich glaube, daß es sich bei seinem Vergehen darum gehandelt hat, daß er einem anderen ohne Erlaubnis ein Musikinstrument - ich glaube, es war eine Flöte- wegnahm oder sie benutzte. Ich erlebte auch, daß ein Junge und ein Mädchen zu getrennten Zeiten in die Kettenkästen gesteckt wurden, weil sie mit anderen in eine Schwärmerei verwickelt waren. Hubbard verbot den Umgang mit dem anderen Geschlecht -oder "out 2D" - wie es bei Scientology genannt wird - blindlings. Verheiratete durften einander treffen, wobei aber eine strenge Überwachung erfolgte"

"Ich sah mit eigenen Augen, wie jemand mit Ketten mehrere Wochen lang an Leitungsrohren im Heizraum des Gebäudes Fort Harrison gefesselt war" (ABI 12-80-85).

"Fort Harrison" ist eines der Scientology-Gebäude in Clearwater.

Jesse Prince im Gespräch mit Lawrence Wollersheim:

"30 Stunden arbeiten und dann 3 Stunden schlafen ... habe ich mir überlegt, wo ist hier die Religion? ... und wurde erstmal für 18 Monate eingesperrt."
 
 

"Verschwunden im Happy Valley?"

1999 wurde im ARD-TV ein Film von Peter Reichelt gezeigt:
Peter Reichelt hatte bereits ein Buch verfaßt:

Reichelt, Peter : Helnwein und Scientology - Lüge und Verrat - Eine Organisation und ihr Geheimdienst. Verlag Brockmann & Reichelt Mannheim 1997 ISBN 3-923801-93-9
vgl. dazu: Helnwein und Scientology
 
 
 
 
Lebensgefährliche Zäune im Happy Valley 

Hier Fotos von den Sicherheitseinrichtungen im "Glücklichen Tal" aus dem Film von Peter Reichelt.  
Keine Mauern, wohl aber mehrfach gesicherte Zäune.  
Von der Bewachung durch Wachpersonal ganz abgesehen.  
Die lebengefährlichen Zacken im mittleren Bild gehören zu dem schmiedeisernen Zaun auf dem Bild darüber, also unmittelbar in Gebäudenähe, nicht etwa weitab im Gelände.  
Die Stacheln befinden sich auf der Gebäudeseite des Zaunes.  
Wenn man das Bild ein paar Stufen vergrößert, kann man die Stacheln auch auf dem oberen Bild sehen. 

 

Andre Tabayoyon beschreibt in seiner Eidesstattlichen Versicherung

den Bau dieser rasiermesserscharfen Hindernisse:
 
"SCIENTOLOGY IST BEWAFFNET UND GEFÄHRLICH
28. 1991 mußte ich die Basis so vorbereiten, daß sie gegen eine mögliche Übernahme durch Behörden im Krisenfall verteidigt werden könnte. In der Basis gibt es ca. 750 Leute. Ich war Verantwortlicher für ein Projekt, das für die Basis das Sicherheitssystem entwerfen sollte, den äußeren Zaun, die rasiermesserscharfen Hindernisse, die Ausleuchtung des äußeren Zaunes, die elektronischen Bildschirme, die versteckten Mikrophone, die Bodensensoren, die Bewegungsmelder und die versteckten Kameras, die im ganzen Gelände und sogar außerhalb der Basis installiert wurden."
Steven Kent zitiert in der Broschüre Broschüre des Hamburger Senats: "Gehirnwäsche im Rehabilitation Project Force (RPF)"  Kent-Gehirnwaesche-im-RPF.htm unter dem Titel "Freiheitsentzug" aus dieser eidesstattlichen Erklärung.
 
 
Hier ein ganzer Verhau von Doppel-Zacken, auch aus dem Reichelt-Film.  
Das Foto läßt nur unzureichend erkennen, daß es sich um Geräte handelt, die aufgeklappten Messern gleichen.  
Gefilmt wurde von aussen, die Abwehr ist also nach innen gerichtet. 
 
 
Kamera-Überwachung 

Gleich zwei Kameras im Zaun um das "glückliche Tal" und dazwischen ein Scheinwerfer, der in dieselbe Richtung zielt. Photo aus dem Film von Peter Reichelt. 

 
Dasselbe Kamera-Modell wird auch zur Überwachung der Gebäude im nahegelegenen Clearwater benutzt.  
Scientology richtet Kameras auf die Umgebung der Gebäude.  
Hier in der Scientology-Zentrale in Clearwater/USA, gezeigt im Reichelt-Film.  
Selbstverständlich sind die Gebäude auch durch Wachleute bewacht. Es ist also anzunehmen, daß diese Kameras besonderen Zwecken dienen.  
Auch in Hamburg erfolgt eine solche Umgebungskontrolle, vgl. Kontrolle der Umgebung durch Kameras
 



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