Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 26.7.2013 
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Scientology und Kinder: Das Buch "Kinder-Dianetik"
Viele Scientologen indokrinieren ihre Kinder im scientologischen Sinne.
Manche lassen ihre Kinder auch der scientologischen Behandlung unterziehen.
Das muss bei Sorgerechtsverfahren beachtet werden.
 
 
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Die Behandlungen der Scientology-Organisation sind auch für Kinder vorgesehen.
Das hat Folgen für die Kinder.
Diese Folgen müssen von Eltern, Behörden und Gerichten bedacht werden, wenn sie über die Kinder zu entscheiden haben.
Oberster Grundsatz für solche Entscheidungen ist das Kindeswohl.
Also die Frage: Was wird für das Kind das Beste sein?
Es muß also eine Prognose gestellt werden.

Scientology-Anhänger richten ihr Verhalten weitgehend nach den schriftlichen Anweisungen der Organisation und ihres Gründers Hubbard.
Wer eine Prognose stellen will, muß also diese Anweisungen kennen.
Deshalb sind hier Auszüge aus dem Buch "Kinder-Dianetik" wiedergegeben.
Als Entscheidungshilfe für Eltern, Behörden und Gerichte.
Solche Entscheidungen müssen schnell gefällt werden, oft sehr schnell.
Nicht immer kann eine Beratungsstelle aufgesucht werden, die dieses Buch hat.
Behörden und Gericht benötigen oft ihrerseits Entscheidungshilfe.
Also werden Gutachter beauftragt.
Auch die Gutachter benötigen diese Texte.
 
 

Scientology-Gründer L. Ron Hubbard (aus dem Vorwort zu "Kinder-Dianetik"):

"Kinder sind keine Hunde. Sie können nicht wie Hunde dressiert werden. Sie sind keine kontrollierbaren Gegenstände. Sie sind - lassen Sie uns diesen Punkt nicht übersehen - Männer und Frauen. Ein Kind ist nicht eine besondere Art von Tier, die sich vom Menschen unterscheidet. Ein Kind ist ein Mann oder eine Frau, der oder die noch nicht zur vollen Größe herangewachsen ist.
...
Auf das Kind aufpassen? Unsinn! Es hat wahrscheinlich ein besseres Verständnis von unmittelbar bevorstehenden Situationen als Sie. Nur wenn es aufgrund von Aberrationen fast psychotisch ist, wird es zu Unfällen neigen."
 
 

"Schweres Prozessing" ab 5 Jahre

Dianetik-Prozessing für Kinder.
Es ist möglich, ein Kind jeder Altersstufe, nachdem es sprechen gelernt hat, zu auditieren. Es sollte jedoch bis zum Alter von mindestens fünf Jahren kein schweres Prozessing durchgeführt werden. Vor einem Mindestalter von acht Jahren wird kein umfassendes Dianetik-Prozessing empfohlen, es sei denn, es liegen außergewöhnliche Umstände vor. Vor dem achten Lebensjahr kann durch das Verfahren der Direkterinnerung viel Gutes erreicht werden, und in der Zeitspanne von acht bis zwölf Jahren kann das Kind mit allen hier beschriebenen Verfahren auditiert werden. Man sollte das Kind jedoch nicht dazu zwingen, in die vorgeburtliche Zone zurückzugehen, bevor es mindestens zwölf Jahre alt ist (Kinder-Dianetik Seite 67).



 
Vorbemerkung von Ingo Heinemann: 
Aus der gesamten Literatur von und über Scientology ist mir kein Beweis dafür bekannt, dass Gespräche wie die folgenden wirklich stattgefunden haben und mit dem protokollierten Inhalt. 
Der Inhalt kann also auch frei erfunden oder verändert sein. 
Damit dies überprüft werden kann, werden diese angeblichen Protokolle hier vollständig und ohne Veränderung wiedergegeben. 
Allerdings auch deshalb, um dem Vorwurf vorzubeugen, ein Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen.
 
 
 

Kinder-Dianetik
EINFÜHRUNG
Von L. RON HUBBARD

KINDER-DIANETIK wird herausgegeben, um einem Bedarf nachzukommen.

Außer dieser Einführung wurde das Buch von Mitarbeitern zusammengestellt und geschrieben, was notwendigerweise einige Zeit in Anspruch nahm. In der Zwischenzeit hat die Dianetik beträchtliche Fortschritte gemacht. Die »Theta-MEST«-Theorie, Aufwertungs-Prozessing, MEST-Prozessing (siehe Fachwortverzeichnis zur Erläuterung dieser Begriffe) und andere Entwicklungen können in beträchtlichem Grade zusätzliche Klarheit in die Kinder-Dianetik bringen. Dieses Buch wird wegen der großen Nachfrage herausgegeben und nicht, weil es dem neuesten Stand entspricht.

Das Hauptproblem mit Kindern ist nicht so sehr, wie man sie durch Prozessing geistig gesund macht, sondern eher, wie man mit ihnen lebt. Der Erwachsene ist das Problem im Aufziehen von Kindern, nicht das Kind. Für den Erwachsenen gibt es die Bücher DIE WISSENSCHAFT DES ÜBERLEBENS und SELBSTANALYSE. Ein Erwachsener hat gewisse Rechte im Zusammensein mit Kindern, welche die Kinder und modernen Erwachsenen nur allzugern ignorieren. Ein guter, stabiler Erwachsener mit Liebe und Toleranz im Herzen ist so ungefähr die beste Therapie, die ein Kind haben kann.

Die Hauptüberlegung beim Aufziehen von Kindern ist das Problem, sie zu erziehen, ohne sie zu zerbrechen. Die Jesuiten hatten ein System, von dem berichtet wird, daß es funktionierte; aber dieses System ist mit den Jesuiten untergegangen. Im Gegensatz dazu brachte die American Medical Association (amerikanischer Ärzteverband) kürzlich eine Broschüre mit dem Titel WIE MAN SEIN KIND KONTROLLIERT heraus. Das ist genau das, was Sie nicht tun wollen. Sie wollen Ihr Kind so aufziehen, daß Sie es nicht zu kontrollieren brauchen, damit es stets im vollen Besitz seiner selbst ist. Davon hängt sein gutes Verhalten, seine körperliche sowie seine geistige Gesundheit ab.

Kinder sind keine Hunde. Sie können nicht wie Hunde dressiert werden. Sie sind keine kontrollierbaren Gegenstände. Sie sind - lassen Sie uns diesen Punkt nicht übersehen - Männer und Frauen. Ein Kind ist nicht eine besondere Art von Tier, die sich vom Menschen unterscheidet. Ein Kind ist ein Mann oder eine Frau, der oder die noch nicht zur vollen Größe herangewachsen ist.

Jedes Gesetz, das für das Verhalten von Männern und Frauen gilt, gilt auch für Kinder.

Wie würden Sie es finden, herumgestoßen, herumgezerrt, herumkommandiert und von all dem abgehalten zu werden, was Sie tun wollen? Sie würden es sich verbitten. Der einzige Grund, weshalb ein Kind es sich »nicht« verbittet, ist, daß es klein ist. Sie würden jemanden halb umbringen, der Sie - einen Erwachsenen -mit den Befehlen, den Widersprüchen und dem mangelnden Respekt behandelt, mit denen das durchschnittliche Kind behandelt wird. Das Kind schlägt nicht zurück, weil es nicht groß genug ist. Statt dessen beschmutzt es Ihren Fußboden, unterbricht Ihr Mittagsschläfchen und stört den Hausfrieden. Hätte es die gleichen Rechte wie Sie, dann würde es diese »Rache« nicht brauchen. Diese »Rache« gehört zum normalen Verhalten eines Kindes.

Ein Kind hat ein Recht auf seine Selbstbestimmung. Sie sagen, es würde sich verletzen, wenn es nicht davon abgehalten wird, Dinge auf sich herunterzuziehen, auf die Straße zu laufen usw. usw. Was tun Sie als Erwachsener, daß Sie dieses Kind in Zimmern oder einer Umgebung leben lassen, wo es sich verletzen kann? Die Schuld liegt bei Ihnen, nicht bei ihm, wenn es Dinge kaputt macht.

Die Freundlichkeit und Liebe eines Kindes währt nur so lange, wie es seine Selbstbestimmung ausüben kann. Greifen Sie störend in diese ein, so beeinträchtigen Sie in gewissem Maße das Leben des Kindes.

Das Recht eines Kindes, für sich selbst zu entscheiden, wird nur aus zwei Gründen gestört - der eine ist die Zerbrechlichkeit und Gefahr seiner Umgebung, der andere sind Sie. Denn Sie lassen an Ihrem Kind die Dinge aus, die Ihnen angetan wurden, ganz gleich, was Sie darüber denken mögen.

Sie können zwei Wege einschlagen. Geben Sie dem Kind Aktionsfreiheit in einer Umgebung, der es keinen Schaden zufügen kann, die ihm keinen großen Schaden zufügen kann und die seinen Raum und seine Zeit nicht stark einschränkt. Und Sie können mit Ihren eigenen Aberrationen (Anm. 1) bis zu einem Punkt aufräumen, an dem Ihre Toleranz seinen Mangel an Erziehung darin, wie es Ihnen die Dinge recht machen kann, ausgleicht oder sogar übersteigt.
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1 Aberration: ein Abweichen vom vernünftigen Denken oder Verhalten. Im wesentlichen bedeutet es, sich zu irren, Fehler zu machen, oder spezifischer, fixe Ideen zu haben, die nicht wahr sind. Von lat. aberrare = abirren, fortwandern.
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Wenn Sie einem Kind etwas geben, so gehört es ihm. Es gehört dann nicht mehr Ihnen. Kleidung, Spielsachen, Zimmer - das, was dem Kind gegeben wurde, MUSS AUSSCHLIESSLICH UNTER SEINER EIGENEN KONTROLLE BLEIBEN. Auch wenn es sein Hemd zerreißt, sein Bett kaputt macht oder sein Feuerwehrauto zerbricht, ES IST NICHT IHRE SACHE - ES GEHT SIE NICHTS AN. Wie würden Sie es finden, wenn Ihnen jemand zu Weihnachten ein Geschenk gäbe und Ihnen dann Tag für Tag sagte, was Sie damit tun sollen, und Sie sogar bestrafte, wenn Sie es nicht so behandelten, wie der Geber es wünscht? Sie würden diesen Geber zugrunde richten und dieses Geschenk zerstören. Sie wissen, daß Sie das tun würden. Das Kind ruiniert Ihre Nerven, wenn Sie ihm so etwas antun. Das ist seine Rache. Es schreit, es quält Sie, es zerbricht Ihre Sachen. Es verschüttet »aus Versehen» seine Milch. Und es ruiniert absichtlich die Besitzgegenstände, bei denen es so oft zur Vorsicht ermahnt wird.

Warum? Weil es um seine Selbstbestimmung kämpft, um sein Recht, etwas zu besitzen, und darum, sich in seiner Umgebung Geltung zu verschaffen. Dieser »Besitz» ist ein weiteres Mittel, durch das es kontrolliert werden kann. Es muß also den Besitz und den Kontrollierenden bekämpfen.

Wenn Sie Ihr Kind beherrschen wollen, brechen Sie einfach seinen Willen so weit, bis es völlig apathisch ist, und es wird so gehorsam sein wie ein hypnotisierter Schwachkopf. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihr Kind beherrschen können, dann besorgen Sie sich ein Buch über das Abrichten von Hunden, nennen Sie das Kind »Rex» und bringen Sie ihm zuerst »Hol!» und dann »Platz!» bei und dann zu bellen, wenn es Futter will. Sie können ein Kind auf diese Weise dressieren. Ganz gewiß können Sie das. Aber es ist Ihr Pech, wenn es dann blutrünstig wird. Seien Sie hierbei auf keinen Fall halbherzig. DRESSIEREN Sie es einfach: »Robert, sprich!» - »Leg dich hin!<> - »Wälz dich!»
Sie werden es dabei natürlich schwer haben. Dies ist nämlich - ein leichtes Versehen - ein menschliches Wesen. Sie setzen am besten sofort alles dran und tun, was Sie können, um es schnell zu brechen und in Apathie zu bringen. Ein Knüppel eignet sich da am besten. Es einige Tage gefesselt in eine Kammer einzusperren und ihm nichts zu Essen zu geben ist auch recht erfolgreich. Die beste Taktik, die man empfehlen kann, ist jedoch, es einfach in eine Zwangsjacke zu stecken oder ihm Handschellen anzulegen, bis es fügsam und schwachsinnig geworden ist. Ich warne Sie, es wird hart sein. Hart deswegen, weil der Mensch nur Herr über die Tierwelt wurde, weil er als Gattungsart nicht zu besiegen war. Er verfällt nicht so leicht in eine gehorsame Apathie, wie es Hunde tun. Menschen besitzen Hunde, weil sie selbstbestimmt sind und Hunde nicht.

Die Wahrheit liegt in dieser Richtung:
Der Mensch ist im Grunde gut.
Nur durch schwere Aberration kann er schlecht gemacht werden.
Zu harte Erziehung treibt ihn dazu, unsozial zu werden.

Um geistig gesund zu bleiben, muß sich der Mensch seine persönliche Fähigkeit erhalten, seine Umwelt an sich anzupassen. Der Mensch ist in dem Maße geistig gesund und sicher, wie er selbstbestimmt ist.

Sie müssen bei der Erziehung Ihres Kindes vermeiden, es zu einem sozialen Tier »abzurichten». Zu Beginn ist Ihr Kind umgänglicher und würdiger als Sie. In relativ kurzer Zeit wird es durch die Behandlung, die ihm zuteil wird, so eingeschränkt, daß es sich auflehnt. Diese Auflehnung kann so stark werden, daß das Kind zum Schrecken für seine Umwelt wird. Es wird Krach machen, rücksichtslos sein, Besitz nachlässig behandeln und schmutzig sein - kurz, es wird all das tun, was Sie ärgert. Dressieren Sie es, beherrschen Sie es, und Sie werden seine Liebe verlieren. Das Kind, das Sie beherrschen und besitzen wollen, haben Sie für immer verloren.

Erlauben Sie einem Kind, sich auf Ihren Schoß zu setzen. Es wird dort zufrieden sitzen. Legen Sie nun Ihre Arme um das Kind und zwingen Sie es, dort zu sitzen. Machen Sie das, obwohl es gar nicht versucht hat, von Ihnen wegzukommen. Sofort wird es sich winden und krümmen. Es wird kämpfen, um von Ihnen wegzukommen. Es wird wütend werden. Es wird weinen. Erinnern Sie sich nun daran, daß das Kind glücklich war, bevor Sie anfingen es festzuhalten. (Sie sollten dieses Experiment wirklich einmal machen.)

Ihre Bemühungen, dieses Kind zu formen, abzurichten und zu beherrschen, rufen bei ihm im allgemeinen genau die gleiche Reaktion hervor wie Ihr Versuch, es auf Ihrem Schoß festzuhalten.

Sie werden natürlich Schwierigkeiten haben, wenn Ihr Kind schon abgerichtet, kontrolliert und herumkommandiert worden ist und ihm sein eigener Besitz verweigert wurde. Mittendrin ändern Sie Ihre Taktik. Sie versuchen dem Kind seine Freiheit zu geben. Dadurch wird es Ihnen gegenüber so mißtrauisch, daß der Versuch, sich daran anzupassen, für das Kind eine schreckliche Zeit sein wird. Die Übergangsperiode wird schwierig sein, aber am Ende davon werden Sie ein stabiles, gut erzogenes und umgängliches Kind haben, das Ihnen gegenüber aufmerksam und rücksichtsvoll ist, und - was sehr wichtig für Sie ist - es wird ein Kind sein, das Sie liebt.

Beim Kind, das unterdrückt, beaufsichtigt, kontrolliert und beherrscht wird, werden die Grundlagen einer sehr ausgeprägten Angst gelegt. Seine Eltern sind Wesen, die Überleben bedeuten. Sie bedeuten Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Zuneigung. Deshalb möchte das Kind in ihrer Nähe sein. Als ihr Kind möchte es sie natürlich lieben.

Auf der anderen Seite sind seine Eltern jedoch Wesen, die dem Überleben entgegenstehen. Das ganze Dasein und Leben des Kindes hängt von seinem Recht ab, über seine Bewegungen, seinen Besitz und seinen Körper selbst entscheiden zu können. Eltern versuchen dies einzuschränken, weil sie die fälschliche Vorstellung haben, daß ein Kind ein Idiot sei, der ohne »Kontrolle» nicht lernen würde. Das Kind muß also einem Feind aus dem Weg gehen, gegen ihn kämpfen, ihm das Leben sauer machen und ihn plagen.

Da ist Besorgnis. »Ich liebe sie von Herzen. Ich brauche sie auch, aber sie bedeuten eine Einschränkung meiner Fähigkeiten, meines Denkens und meiner Lebensmöglichkeiten. Was soll ich nur mit meinen Eltern machen? Ich kann nicht mit ihnen leben. Ich kann nicht ohne sie leben. 0 Gott, o Gott!» Da sitzt es nun in seinem Spielhöschen und wälzt dieses Problem. Von diesem Problem, dieser Sorge, wird es mehr oder weniger achtzehn Jahre lang verfolgt werden. Und sein Leben wird dadurch fast ruiniert.

Freiheit für das Kind bedeutet Freiheit für Sie.
Die einem Kind gehörenden Dinge ihrem Schicksal zu überlassen bedeutet am Ende Sicherheit für die Dinge, die ihm gehören.

Welch entsetzliche Willenskraft wird von einem Elternteil verlangt, das Kind nicht mit einer ständigen Flut von Anweisungen zu überschütten! Welch eine Qual, zusehen zu müssen, wie seine Besitzgegenstände zu Bruch gehen! Welche Aufregung, sich zu weigern, über die Zeit und den Raum des Kindes zu bestimmen!

Wollen Sie jedoch ein gesundes, glückliches, aufmerksames, hübsches und intelligentes Kind haben, so müssen Sie dies tun!

Eine andere Sache ist das Thema des Beitragens. Sie haben kein Recht, Ihrem Kind das Recht zu verweigern, etwas beizutragen.

Ein menschliches Wesen fühlt sich nur so lange fähig und kompetent, wie ihm gestattet wird, einen mindestens ebenso großen - wenn nicht größeren - Beitrag zu leisten, als es selbst empfängt.

Jemand kann übermäßig viel beitragen und sich in einer Umgebung sicher fühlen. Er fühlt sich in dem Moment unsicher, in dem er zu wenig beiträgt, d.h. weniger gibt, als er erhält. Wenn Sie es nicht glauben, erinnern Sie sich an eine Zeit, als jeder etwas zu einer Party mitbrachte, nur Sie nicht. Wie haben Sie sich gefühlt?

Eine Person wird gegen jeden revoltieren und Mißtrauen hegen, der ihr mehr gibt, als sie ihm.
Eltern tragen natürlich mehr zu einem Kind bei, als umgekehrt das Kind zu ihnen. Sobald das Kind dies erkennt, wird es unglücklich. Es strebt danach, seine Stufe des Beitrags zu erhöhen, und wird böse auf die beitragende Quelle, wenn ihm dies nicht gelingt. Es beginnt seine Eltern zu hassen. Sie versuchen sich über seine Auflehnung hinwegzusetzen, indem sie noch mehr beitragen. Das Kind lehnt sich noch mehr auf. Der Zustand verschlimmert sich zunehmend, und am Ende wird das Kind in Apathie sinken.

Sie MÜSSEN das Kind beitragen lassen, aber Sie können es ihm nicht befehlen. Sie können ihm nicht befehlen, den Rasen zu mähen, und dann meinen, das sei ein Beitrag. Das Kind muß selbst herausfinden, was sein Beitrag ist, und ihn dann geben. Wenn es ihn nicht selbst ausgewählt hat, ist es nicht sein Beitrag, sondern nur noch mehr Kontrolle.

Ein Baby leistet seinen Beitrag, indem es versucht, Sie zum Lächeln zu bringen. Das Baby wird sich zur Schau stellen. Ein wenig später wird der Kleine für Sie tanzen, Ihnen Zweige bringen und versuchen, Ihre Arbeitsbewegungen nachzuahmen, um Ihnen zu helfen. Wenn Sie dieses Lächeln, diese Tänze, diese Zweige oder diese Arbeitsbewegungen nicht in dem Geiste annehmen, wie sie gegeben werden, haben Sie begonnen, den Beitrag des Kindes zu verhindern. Nun wird es anfangen, ängstlich zu werden. Es wird mit Ihren Sachen unbedachte und seltsame Dinge tun, in der Bemühung, sie für Sie »besser» zu machen. Sie schelten das Kind, und das gibt ihm den Rest.

Hier kommt noch etwas anderes hinzu, und das sind DATEN (Anm. 2). Wie kann ein Kind bloß wissen, welchen Beitrag es Ihnen, seiner Familie oder seinem Heim geben kann, wenn es keinerlei Vorstellung von den Arbeitsprinzipien hat, durch die diese funktionieren?
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2 Daten (Plural von Datum): ein Stück Wissen, etwas Gewußtes; eine Tatsache, anhand derer Schlußfolgerungen gezogen werden können.
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Eine Familie ist eine Gruppe, die als gemeinsames Ziel das Überleben und Vorankommen dieser Gruppe hat. Ein Kind, dem nicht erlaubt wird beizutragen oder das die Ziele und Arbeitsprinzipien des Familienlebens nicht versteht, isoliert sich von der Familie und geht seine eigenen Wege. Ihm wird gezeigt, daß es nicht Teil der Familie ist, weil es nicht beitragen kann. So wird das Kind gegen die Familie eingestellt - der erste Schritt auf dem Weg zum antisozialen Verhalten. Es verschüttet Milch, verärgert Ihre Gäste und schreit draußen beim »Spielen» vor Ihrem Fenster. Ihr Kind wird sogar krank, nur um Ihnen Arbeit zu machen. Ihm wird gezeigt, daß es ein Nichts ist, indem ihm gezeigt wird, daß es nicht fähig genug ist, etwas beizutragen.

Sie können nicht mehr tun, als das Lächeln, die Tänze und die Zweige des sehr kleinen Kindes anzunehmen. Aber sobald das Kind es verstehen kann, sollte man ihm ausführlich erzählen, wie die Familie funktioniert.

Woher kommt sein Taschengeld, seine Kleidung, ein sauberes Haus, ein Auto?

Vater arbeitet. Er setzt Zeit, Verstand und Kraft ein, und dafür bekommt er Geld. Für das Geld, das man in einem Geschäft ausgibt, bekommt man Lebensmittel. Ein Auto wird gepflegt, weil man nicht unbegrenzt Geld zur Verfügung hat. Ein ruhiges Haus und die Sorge für Vater bedeuten, daß Vater besser arbeitet, und das bedeutet Nahrung, Kleidung und Autos.

Ausbildung ist notwendig, weil man mehr verdient, wenn man etwas gelernt hat.

Spiel ist notwendig, um einen Grund für harte Arbeit zu geben.

Vermitteln Sie ihm das ganze Bild. Wenn das Kind revoltiert hat, wird es vielleicht weiterhin revoltieren. Aber schließlich wird es Einsicht zeigen. Wenn das Kind es in einem ruhigen Gespräch nicht verstehen kann, holen Sie einfach einen Auditor (Anm. 3) hinzu, der es ein wenig auditiert, denn Sie haben bereits zu viele Fehler gemacht.

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3 Auditor (lat. audire = zuhören): jemand, der aufmerksam zuhört, was Menschen zu sagen haben; eine Person, die dafür ausgebildet ist, anderen Menschen mit der Anwendung der dianetischen (und scientologischen) Verfahren zu einer Verbesserung zu verhelfen. Die Tätigkeit, diese Verfahren an jemandem anzuwenden, nennt man Auditieren.
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Als erstes braucht ein Kind Sicherheit. Ein Teil dieser Sicherheit ist Verstehen, und ein Teil davon ist ein fester Verhaltenskodex. Was heute gegen das Gesetz ist, kann nicht morgen ignoriert werden.

Sie können ein Kind tatsächlich körperlich bestrafen, um Ihre eigenen Rechte zu verteidigen, so lange es besitzt, was es besitzt, und Ihnen helfen und für Sie arbeiten kann.

Erwachsene haben Rechte. Das Kind sollte das wissen. Ein Kind hat das Erwachsensein als Ziel. Wenn ein Erwachsener nicht mehr Rechte hat, warum sollte man dann erwachsen werden?

Das Kind hat Ihnen gegenüber eine Pflicht. Es muß in der Lage sein, für Sie zu sorgen - nicht nur zum Schein, sondern wirklich. Und Sie müssen die Geduld haben, sich schlampig betreuen zu lassen, bis das Kind aus reiner Erfahrung (nicht aufgrund Ihrer Anweisungen) lernt, wie man es gut macht. Auf das Kind aufpassen? Unsinn! Es hat wahrscheinlich ein besseres Verständnis von unmittelbar bevorstehenden Situationen als Sie. Nur wenn es aufgrund von Aberrationen fast psychotisch ist, wird es zu Unfällen neigen.

Ihnen geht es gut und Sie genießen das Leben, weil Sie nicht von jemandem besessen werden. Unsere amerikanischen Vorfahren haben zweimal gegen die Sklaverei gekämpft - 1776 und 1861. Sie könnten das Leben nicht genießen, wenn Sie von jemandem behütet und besessen würden. Sie würden revoltieren. Und wurde man Ihre Revolte ersticken, würden Sie zu einem subversiven Element werden. Genau das machen Sie aus Ihrem Kind, wenn Sie es besitzen, herumdirigieren, lenken und kontrollieren.

Eltern, es ist möglich, daß Ihr Kind geistig gesünder ist als Sie und daß ihm die Welt sehr viel strahlender erscheint. Sein Sinn für Werte und Realität ist schärfer. Stumpfen Sie es nicht ab, und Ihr Kind wird ein feiner, erfolgreicher Mensch sein. Wenn Sie Ihr Kind besitzen, kontrollieren, herumdirigieren und zurückweisen, dann werden Sie die Behandlung erhalten, die Sie verdient haben - subversive Revolte.

Das ist alles, was ich Ihnen an dieser Stelle sagen kann. In dem Buch SELBSTANALYSE finden Sie das beste Vorbild für Prozessing, das bei einem Kind verwendet werden kann. Der einzige Unterschied besteht darin, daß Sie ihm die Fragen stellen.

Nun, werden wir hier jetzt ein glückliches Heim haben oder nicht?

L. Ron Hubbard
Wichita, 1951




AUDITOR: Wo bist du?
JIMMY: Im Bauch meiner Mutter.
 
 

Aus: Kinder-Dianetik, ohne Angabe der Autoren, Vorwort L. Ron Hubbard
1. Auflage in Deutsch 1983,
Titel der englischen Originalausgabe Child Dianetics Copyright 1951, 1983 by L. Ron hubbard

Seite 123

Kapitel 9
SITZUNGEN MIT KINDERN

Das folgende ist eine wörtliche Wiedergabe einiger Sitzungen von Dianetik-Prozessing oder Teilen von Sitzungen mit Kindern. Ihr Zweck ist, zu zeigen, wie ein Auditor mit Kindern arbeiten könnte, die alt genug für Prozessing mit Reverie sind.

Der Neffe Jimmy, 10,5 Jahre alt, hat dem Auditor seine Werkbank und die Modellflugzeuge gezeigt, die er zur Zeit baut. Jimmy weiß, daß sein Onkel ein Hubbard-Dianetik-Auditor ist, er weiß aber nicht, was die Dianetik ist. Er hat sehr viel Affinität zu seinem Onkel.

AUDITOR: Sehr schön. Weißt du was, laß uns etwas Dianetik ausprobieren.
JIMMY: In Ordnung. Was soll ich tun?
AUDITOR: Mach es dir auf dem Bett bequem. Zieh deine Schuhe aus. (Jimmy tut das.) Möchtest du ein Kissen haben? Ist es so bequem für dich?
JIMMY: Ich brauche kein Kissen. Es ist gut so.
AUDITOR: Du wirst dich an alles erinnern, was geschieht. In Ordnung. Du kannst deine Augen zumachen. Wenn das Licht zu hell ist, kannst du einen Arm über deine Augen legen. (Jimmy tut das.) LaV uns jetzt zu einem sehr angenehmen Geschehnis zurückkehren. (Pause) Was tust du?
JIMMY: Ich spielte mit meinem Hund im Hinterhof.
AUDITOR: Wie heißt dein Hund? JIMMY: Hasso.
AUDITOR: Was hörst du?
JIMMY: Mein Hund bellte.
AUDITOR: Was hörst du sonst noch?
JIMMY: Vorbeifahrende Autos auf der Straße.
AUDITOR:  Spricht irgend jemand?



Kinder-Dianetik Seite 124


JIMMY: Nein.
AUDITOR: Ist noch irgend jemand anders da?
JIMMY: Ja, meine Mutter hing die Wäsche auf.
(Jimmy bleibt sich der Tatsache bewußt, daß das Geschehnis etwas ist, was sich in der Vergangenheit zugetragen hat. Er verwendet weiterhin die Vergangenheitsform, kehrt aber trotzdem gut zurück. Die Wahrnehmungen scheinen gut zu sein.)
AUDITOR: Was tust du?
JIMMY: Ich spiele mit meinem Hund.
AUDITOR: Macht es Spaß?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Was für ein Tag ist es?
JIMMY: Ein warmer Tag.
AUDITOR: Was geschieht als nächstes?
JIMMY: Ich gehe ins Haus.
AUDITOR: Laß uns zum Beginn des Geschehnisses zurückkehren und es noch einmal durchgehen.
JIMMY: Ich war im Hinterhof. Ich spielte mit meinem Hund. Nach einer Weile gehe ich ins Haus.
AUDITOR: Kehre zum Beginn zurück und durchlaufe es noch einmal.
JIMMY: Ich war im Hof.
AUDITOR: Was hörst du?
JIMMY: Die vorbeifahrenden Autos und meinen Hund, der bellt.
AUDITOR: Sagst du irgend etwas?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Wie alt bist du?
JIMMY: Drei.
AUDITOR: Mach weiter.
JIMMY: Ich streichle meinen Hund und gehe dann ins Haus.
AUDITOR: Wie fühlst du dich?
JIMMY:  Gut.
AUDITOR: Laß uns nun zu einem angenehmen Geschehnis gehen, als du etwas älter warst. (Pause) Was tust du?


Kinder-Dianetik Seite 125


JIMMY: Ich war draußen auf dem Rasen vor dem Haus. Es wurde ein Photo von mir gemacht.
AUDITOR: Wer macht die Aufnahme?
JIMMY: Mein Vater.
AUDITOR: Was hat er an?
JIMMY: Blaue Hosen und ein weißes Hemd.
AUDITOR: Ist noch jemand anders da?
JIMMY: Ja. Meine Mutter und meine Schwester. Sie sind auch auf dem Bild.
AUDITOR: Was wird gesprochen?
JIMMY: Vater sagt: »Lächeln.«
AUDITOR: Kannst du das Klicken der Kamera hören?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Was noch?
JIMMY: Autos, die vorbeifahren.
AUDITOR: Was geschieht jetzt?
JIMMY: Wir gingen zur Sonntagsschule.
AUDITOR: Wer geht mit dir?
JIMMY: Meine Mutter und meine Schwester.
AUDITOR: Was ist mit deinem Vater?
JIMMY: Er geht nicht mit.
AUDITOR: Geh zurück zum Beginn des Geschehnisses und durchlaufe es noch einmal.
JIMMY: Ich war draußen auf dem Rasen vor dem Haus.
AUDITOR: Wie alt bist du da?
JIMMY: Fünf.

(Der Auditor läßt Jimmy mehrere Male durch das Geschehnis gehen. Als Jimmy dieses Geschehnis, das sich zugetragen hatte, als er fünf Jahre alt war, erneut durchläuft, kommen Jimmys Schwester Mary und ein anderes Mädchen namens Judy, beide 12 Jahre alt, zur Tür herein und verursachen einige Geräusche.)

AUDITOR:  Weißt du, was jetzt gerade geschehen ist, Jimmy?
JIMMY: Meine Schwester und Judy sind hereingekommen.
AUDITOR: Hat es dich gestört?
JIMMY: Nein.



Kinder-Dianetik Seite 126


AUDITOR: Ist es in Ordnung, wenn wir ihnen zeigen, was wir hier machen?
JIMMY: Klar.

(Der Auditor läßt Jimmy das Geschehnis, als er 5 Jahre alt war, noch einmal durchlaufen, einschließlich der Störung, die durch das Eintreten der Schwester und ihrer Freundin verursacht wurde.)

AUDITOR: Gut, laß uns zu einem angenehmen Geschehnis zurückkehren, das geschah, als du ein kleines Baby warst. Was tust du?
JIMMY: Ich war im Kinderbett.
AUDITOR: Ist noch jemand anders da?
JIMMY: Nein. Ich sollte schlafen, aber ich schlief nicht.
AUDITOR: Woran denkst du?
JIMMY: Oh ... was ich tun soll.
AUDITOR: Ist es angenehm?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Wie ist das Zimmer?
JIMMY: Warm. Die Rollos sind runtergezogen.
AUDITOR: Was hast du an?
JIMMY: Windeln.
AUDITOR: Laß uns zum Beginn des Geschehnisses zurückkehren, als deine Mutter dich ins Bett bringt. Was tust du?
JIMMY: Ich war im Vorderzimmer auf dem Fußboden.
AUDITOR: Was geschieht?
JIMMY: Mutter kam ins Zimmer und nahm mich hoch.
AUDITOR: Kannst du fühlen, wie sie dich hochhebt?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Sagt sie irgend etwas?
JIMMY: »Es ist Zeit für dich, ins Bett zu gehen.«
AUDITOR: Wie alt bist du?
JIMMY: Sechs Monate.
AUDITOR: Laß uns in die Gegenwart kommen. Wie alt bist du?
JIMMY: Zehn.
AUDITOR: Was ist dein Alter?



Kinder-Dianetik Seite 127

JIMMY: Zehn.
AUDITOR: Sag mir eine Zahl.
JIMMY: Zehn.
AUDITOR: In Ordnung. Du kannst deine Augen aufmachen. (Jimmy setzt sich auf.) Wie hat es dir gefallen?
JIMMY: Gut! Sag mal Onkel, was ist diese Dianetik?
AUDITOR: Nun, sie ist ein Verfahren, wodurch du zu Geschehnissen in deinem bisherigen Leben zurückkehren und sie noch einmal aufsuchen kannst. Hat es Spaß gemacht?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Mary, möchtest du es auch einmal versuchen?
MARY: Nein.
AUDITOR: Warum nicht? Es macht Spaß.
JIMMY: Ja, warum versuchst du es nicht mal?
MARY: Nun ... Ich weiß nicht. Also gut, einverstanden.
AUDITOR: Mach es dir auf dem Bett bequem. (Mary tut das.) Schließe deine Augen. Du kannst deinen Arm über die Augen legen, wenn dir das Licht zu hell ist. Du wirst dich an alles erinnern, was geschieht. Laß uns zu einem Geschehnis zurückkehren, das sich ereignete, als du viel kleiner warst. (Pause) Was tust du?
MARY: Nichts.
AUDITOR: Was siehst du?
MARY: Nichts.
AUDITOR: In Ordnung, laß uns zu einem angenehmen Geschehnis zurückkehren, als du ungefähr 3 Jahre alt warst, so wie Jimmy es getan hat. (Pause) Was tust du?
MARY: Nichts. Ich kann nichts tun.
AUDITOR: Doch, du kannst es. Versuch es und schau. (Pause) Nun, was tust du?
MARY: Ich war draußen am Haus. Es wird ein Photo von mir gemacht.
AUDITOR: Wer macht die Aufnahme?
MARY: Mutter.
AUDITOR: Ist noch jemand anders da?



Kinder-Dianetik Seite 128

MARY: Nein.
AUDITOR: Was sagt deine Mutter?
MARY: »Lächeln.«
AUDITOR: Kannst du das Klicken der Kamera hören?
MARY: Ja.
AUDITOR: Was geschieht dann?
MARY: Ein Kombiwagen fährt vor und wir steigen ein, um zur Sonntagsschule zu fahren.
AUDITOR: Was hat deine Mutter an?
MARY: Ein grün-weißes Kleid.

(Der Auditor läßt Mary das Geschehnis mehrere Male durchlaufen und bittet sie dann, zu einem Moment des Vergnügens im Alter von ungefähr einem Jahr zu gehen.)

MARY: Ich war auf dem Boden des Eßzimmers und lag in einem Laufgitter.
AUDITOR: Was tust du?
MARY: Ich gluckse.
AUDITOR: Kannst du noch irgend etwas anderes hören?
MARY: Jemand spricht im vorderen Zimmer.
AUDITOR: Wer ist es?
MARY: Ich weiß es nicht.
AUDITOR: Ist deine Mutter dort?
MARY: Ich weiß nicht.
AUDITOR: Ja oder Nein - ist deine Mutter dort?
MARY: Ja.
AUDITOR: Wer noch?
MARY: Ich weiß nicht.
AUDITOR: Ist es eine andere Frau?
MARY: Ja.
AUDITOR: Worüber sprechen sie?
MARY: Ich weiß nicht.
AUDITOR: Was hörst du sie sagen?
MARY: Ich höre sie sprechen, aber ich weiß nicht, was sie sagen.
AUDITOR: Hör genau hin. Was sagen sie?
MARY: Es hört sich an wie Französisch.



Kinder-Dianetik Seite 129

AUDITOR: Spricht deine Mutter Französisch?
MARY: Nein, aber es hört sich an wie Französisch.
AUDITOR: In Ordnung. Laß uns zum Beginn des Geschehnisses zurückkehren und es noch einmal durchlaufen.

(Der Auditor läßt Mary mehrere Male durch das Geschehnis gehen und bringt sie dann in die Gegenwart.)

AUDITOR: Komm in die Gegenwart! ... Wie alt bist du?
MARY: Zwölf.
AUDITOR: Was ist dein Alter?
MARY: Zwölf.
AUDITOR: Sag mir eine Zahl.
MARY: Zwölf.
AUDITOR: Du kannst deine Augen aufmachen. Wie fühlst du dich?
MARY: Gut. (Kichert.)
AUDITOR: Nun, was ist mit dir, Judy; möchtest du es nicht auch einmal versuchen?

(Die beiden anderen Kinder drängen sie, es zu versuchen, und sie erklärt sich einverstanden. Der Auditor läßt sie zu einem Geschehnis im Alter von ungefähr 3 Jahren zurückkehren.)

AUDITOR: Was tust du?
JUDY: Ich spiele mit meinen Puppen.
AUDITOR: Wo bist du?
JUDY: Ich bin auf der Decke.
AUDITOR: Wo bist du?
JUDY: In diesem kleinen Park.
AUDITOR: Ist dort irgend jemand bei dir?
JUDY: Ja. Meine Mutter.
AUDITOR: Was tut deine Mutter?
JUDY: Sie schläft.
AUDITOR: Und was machst du?
JUDY: Ich spiele mit meinen Puppen.
AUDITOR: Was hörst du?
JUDY: Autos fahren vorbei. Leute gehen spazieren.
AUDITOR: Was sagst du zu deinen Puppen?



Kinder-Dianetik Seite 130

JUDY: Nichts.
AUDITOR: Laß uns zurück zum Beginn dieses Geschehnisses gehen und es noch einmal durchlaufen.

(Judy tut dies mehrere Male.)

AUDITOR: Wie fühlst du dich?
JUDY: Gut.
AUDITOR: Laß uns jetzt zu einem Geschehnis im Alter von ungefähr 7 Jahren gehen. Was tust du?
JUDY: Ich schwimme mit meiner Freundin in diesem Teich.
AUDITOR: Wo ist das?
JUDY: In den Bergen. Wir haben Ferien, und ich schwimme mit meiner Freundin.
AUDITOR: Wie heißt sie?
JUDY: Barbara.
AUDITOR: Wie ist das Wasser?
JUDY: Es ist kalt.
AUDITOR: Amüsierst du dich?
JUDY: Ja. Es macht Spaß.
AUDITOR: Wie alt bist du?
JUDY: Sieben.
AUDITOR: In Ordnung, laß uns in die Gegenwart zurückkommen. Wie alt bist du?
JUDY: Neun.
AUDITOR: Laß uns in die Gegenwart kommen. Was ist dein Alter?
JUDY: Zwölf.
AUDITOR: Sag mir eine Zahl.
JUDY: Zehn.
AUDITOR: Komm ganz in die Gegenwart. Was ist dein Alter?
JUDY: Zwölf.
AUDITOR: Wie alt bist du?
JUDY: Zwölf.
AUDITOR: Gib mir eine Zahl.
JUDY: Zwölf.
AUDITOR: Öffne deine Augen. Wie fühlst du dich?



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JUDY: Gut.

(Die Kinder sind sich einig darüber, daß das Zurückkehren Spaß macht, und sie gehen zum Abendessen. Nach dem Abend-essen spricht der. Auditor mit Jimmy allein über die Dianetik. Jimmy macht gewohnheitsmäßig ins Bett.)

AUDITOR: Machst du immer noch ins Bett?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Wie alt warst du, als es zum ersten Mal vorkam?
JIMMY: Oh, ich glaube ich war ungefähr sieben.
AUDITOR: Erinnerst du dich an das erste Mal, als du es gemacht hast?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Macht irgend jemand anders aus deiner Familie ins Bett?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: In Ordnung, laß uns mehr darüber herausfinden. Mach es dir bequem. Zieh deine Schuhe aus.
JIMMY: Okay.
AUDITOR: Laß uns zum ersten Mal zurückkehren, als du ins Bett gemacht hast. Was machst du?
JIMMY: Hmm ... (hält inne).
AUDITOR: Schläfst du?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Was geschieht?
JIMMY: Ich schlief. Ich träumte. Dann wachte ich auf. Das Bett war naß. Ich stand auf und ging ins Badezimmer. Dann kam ich zurück und legte eine Decke aufs Bett.
AUDITOR: Kehre zum Beginn zurück. Du träumst?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Wovon träumst du?
JIMMY: Von einem Luftgewehr.
AUDITOR: Ja oder Nein - ist dies das erste Mal, daß du ins Bett machst?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Laß uns zum ersten Mal zurückkehren, als du ins Bett machst. Was geschieht?



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JIMMY: Ich schlief. Ich träumte.
AUDITOR: Wovon träumst du?
JIMMY: Von einem Luftgewehr. Ich habe das ganze Jahr von Luftgewehren geträumt.

(Der Auditor erkennt sofort eine Ahnlichkeit zwischen "BB" und "Baby", denn im Englischen heißt "Luftgewehr"  "BB gun" oder "beebee gun".)

AUDITOR: Wie alt bist du?
JIMMY: Sieben.
AUDITOR: Wieviel früher ist dies als das andere Mal?
JIMMY: Die Woche davor.
AUDITOR: Wer in deiner Familie hat dir gesagt, du seist ein großes Baby?
JIMMY: Mein Vater.
AUDITOR: Laß uns zum ersten Mal zurückkehren, als dein Vater das zu dir sagte. Was tust du?
JIMMY: Ich kämpfte mit Mary.
AUDITOR: Was passiert?
JIMMY: Sie schlug mich, und ich fing an zu weinen.
AUDITOR: Was sagt dein Vater?
JIMMY: »Du bist ein großes Baby.» (Jimmy war bei seiner Geburt ein großes Baby gewesen - über zehn Pfund.)
AUDITOR: Was noch?
JIMMY: "Nimm ein Bad und geh zu Bett."
AUDITOR: Wie alt bist du jetzt, während das geschieht?
JIMMY:  Sechs.
AUDITOR: Antworte mit »Ja« oder »Nein><: Ist dies das erste Mal, daß dein Vater dies zu dir sagt?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Was passiert später in dieser Nacht, nachdem du zu Bett gegangen bist?
JIMMY: Ich träume und ich wache auf. Das Bett ist naß.
AUDITOR: Ja oder Nein - ist dies das erste Mal, daß du ins Bett machst?



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JIMMY: Ja.
AUDITOR: Kehre zu der Szene mit deiner Schwester zurück. Was hörst du?
JIMMY: Meine Schwester und ich kämpften.
AUDITOR: Sagt sie irgend etwas zu dir?
JIMMY: »Du bist ein großer Trottel.«
AUDITOR: Was sagst du?
JIMMY: Ich nenne sie einen großen Trottel. Dann haut sie mir ins Gesicht.
AUDITOR: Kannst du es fühlen?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Was tust du?
JIMMY: Ich fange an zu weinen.
AUDITOR: Was sagt dein Vater?
JIMMY: «Du bist ein großes Baby. Nimm ein Bad und geh zu Bett.><

Der Auditor läßt dieses Lock mehrere Male als Engramm durchlaufen, läßt ein Geschehnis des Vergnügens durchgehen, bringt Jimmy in die Gegenwart und fragt ihn dann, was während der Sitzung geschah. Jimmy schildert alles und freut sich.
Später, bei einer privaten Unterredung mit dem Vater, weist der Auditor ihn darauf hin, daß die Sätze »Geh zu Bett« und «Nimm ein Bad><, wenn sie mit der gebieterischen Stimme des Vaters befohlen werden, den »Du-bist-ein-großes-Baby«-Circuit einkeyen können. Der Vater gab die Information, daß es jeden Abend schwierig sei, Jimmy ins Bett zu bekommen. Jeden zweiten Abend versuche er, ihn dazu zu bringen, ein Bad zu nehmen. Schließlich müsse er Jimmy dazu zwingen, indem er die Befehle »Nimm ein Bad« und «Geh zu Bett« wie Drohungen schreit. Jimmy macht fast jede Nacht ins Bett. Es wurde vorgeschlagen, andere Mittel zu verwenden, um ihn dazu zu bringen, ein Bad zu nehmen und ins Bett zu gehen, und daß die Stimme der Mutter vielleicht nicht an den Circuit angeschlossen sei. Es wurde auch vorgeschlagen, dies mit anderen Worten zu erreichen, oder daß es vielleicht das beste wäre, Jimmy zu erlauben, ins Bett zu



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gehen, wann er möchte. Der Vater war damit einverstanden, es zu versuchen.
Beim nächsten Besuch des Auditors eine Woche später erklärt Jimmy sich bereit, das Prozessing für einige Leute, die jetzt daran interessiert sind, zu demonstrieren. Der Auditor läßt ihn zum Alter von ungefähr 7 Jahren zurückkehren, nachdem er die Zuschauer ermahnt hat, so leise wie möglich zu sein.

AUDITOR: Was tust du?
JIMMY: Ich spiele mit meinem Hund Bello.
AUDITOR: Wo ist das?
JIMMY: Im Hinterhof an der Mozartstraße.
AUDITOR: Was für ein Tag ist es?
JIMMY: Es ist heiß.
AUDITOR: Wie alt bist du?
JIMMY: Fünf.
AUDITOR: Was geschieht?
JIMMY: Ich füttere meinen Hund.
AUDITOR: Und was ist dein Alter bitte?
JIMMY: Fünf.
AUDITOR: Welches Jahr ist es?
JIMMY: 1947.

(Fünf ist das falsche Alter, aber das Jahr und die Umstände decken sich. Dieses Geschehnis wird mehrere Male durchlaufen, und Jimmy wird gebeten, zu einem Geschehnis im Alter von 6 Jahren zu gehen.)

AUDITOR: Was tust du?
JIMMY: Ich lerne, auf meinem neuen Fahrrad zu fahren.
AUDITOR: Ja oder Nein - hast du einen Unfall?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Laß uns zu einem früheren Geschehnis des Vergnügens im Alter von ungefähr 4 Jahren gehen. (Pause) Wie fühlst du dich?
JIMMY: Gut.
AUDITOR: Was tust du?

(Der Auditor läßt Jimmy mehrere Male zwei andere Geschehnisse durchlaufen und bringt ihn dann in die Gegenwart.)



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AUDITOR: Bist du in der Gegenwart?
JIMMY: Ja. (Seine Augen sind noch immer geschlossen.)
AUDITOR: Was siehst du?
JIMMY: Ich sehe das Baby Tierkekse essen.

Dies versetzte die Zuschauer in größtes Erstaunen, da dem Baby die Schachtel mit den Tierkeksen erst gegeben wurde, als sich Jimmy bereits in Reverie befand. Jimmy wurde dann mit der Erklärung aus dem Zimmer geschickt, daß ihm später Information über diese Rückkehr in Reverie gegeben werde. Der Auditor fügte hinzu, daß er Jimmys eigene Ansichten zu der Angelegenheit bekräftigen wolle, ohne daß sie durch die Fragen beeinflußt würden, die die Zuschauer vielleicht stellen könnten. Jimmy war damit einverstanden.

Der Auditor gab den Grund an, warum das Unglück mit dem Fahrrad zu diesem Zeitpunkt nicht in Angriff genommen wurde: Der Preclear war nicht darauf vorbereitet, es zu konfrontieren. Den Zuschauern wurde auch eine Erklärung für die soeben statt-gefundene Szene mit den Tierkeksen gegeben, und zwar, daß die durch die Schachtel mit den Tierkeksen und durch das Baby verursachten Geräusche vom analytischen Mmd des Jungen in die visuelle Wahrnehmung übertragen wurden. Außerdem hätte der Auditor, auch wenn er es für Einbildung, außersinnliche Wahrnehmung oder nur eine reine Vermutung gehalten hätte, dem Preclear dies nicht gesagt, da es eine Abwertung seines Realitätssinns wäre.

Nach der Demonstration mit Jimmy waren die Zuschauer daran interessiert, die Dianetik sofort auszuprobieren. Sechs anderen Personen wurde die Erfahrung vermittelt, zu Geschehnissen in ihrer Kindheit zurückzukehren. Judys Mutter bemerkte, daß Judy sich an nichts erinnern könne, was vor mehr als sechs Monaten geschehen ist.

Judy und ihre Mutter leben vom Vater getrennt. Judy scheint offensichtlich durch frühere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Mutter nachteilig beeinflußt worden zu sein. Später,



Kinder-Dianetik Seite 136

als Judy hereinkam und sich freiwillig für eine Demonstration anbot, ließ der Auditor sie zu einem Geschehnis im Alter von 4 Jahren zurückkehren.

AUDITOR: Wo bist du?
JUDY: Auf dem Feld nebenan.
AUDITOR: Was geschieht?
JUDY: Es wird ein Photo von mir gemacht.
AUDITOR: Wie fühlst du dich?
JUDY: Ich bin wütend.
AUDITOR: Worüber bist du wütend?
JUDY: Ich weiß nicht - ich bin einfach wütend.
AUDITOR: Wer macht die Aufnahme von dir?
JUDY: Der Mann von nebenan.
AUDITOR: Was sagt er?
JUDY: «Los, nun lächel doch.><
AUDITOR: Tust du es?
JUDY: Nein.
AUDITOR: Was macht dich wütend?
JUDY: Ich weiß nicht - ich bin einfach wütend.

(Der Auditor nimmt an, daß es für die Mutter, die der Demonstration zuschaut, restimulierend sein könnte, wenn herausgefunden wird, was Judy wütend gemacht hatte. Es kann den Vater und die Mutter betreffen, und deshalb versucht der Auditor nicht, den Ursprung dieses Gefühls herauszufinden. Nachdem Judy dieses Geschehnis mehrere Male durchlaufen hat, wird sie zu einem angenehmeren Geschehnis im Alter von 5 Jahren geschickt.)

JUDY: Meine Freundin zeigt mir ihre Puppensammlung. Sie ist reich.
AUDITOR: Wie heißt sie?
JUDY: Barbara.
AUDITOR: Was geschieht jetzt?
JUDY: Barbara geht aus dem Zimmer. Ihre Mutter ruft sie.
AUDITOR: Was tust du?
JUDY: Ich stehe da und schau mir all ihre Puppen an.



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AUDITOR: Gefällt es dir?
JUDY:  Ja.
AUDITOR: Und wie alt bist du zu diesem Zeitpunkt?
JUDY: Fünf.
AUDITOR: Was geschieht als nächstes?
JUDY: Barbara kommt zurück.
AUDITOR: Was sagt sie?
JUDY: »Ich muß jetzt abwaschen.«
AUDITOR: Was sagst du?
JUDY: Mußt du etwas machen, wenn deine Eltern es dir sagen?
AUDITOR: Antwortet sie?
JUDY: Ja.
AUDITOR: Was?
JUDY: »Ja.><
AUDITOR: Und du -?
JUDY: Ich sage: »Oh.«

(Dieses Geschehnis wird mehrere Male erzählt, und dann wird Judy in die Gegenwart gebracht. Judys Mutter ist über die Demonstration sehr erfreut, riskiert es jedoch, Daten abzuwerten, indem sie in Gegenwart des Kindes darüber spricht. Aus irgendeinem Grunde besteht Judys Mutter darauf, zu ergänzen, daß Judy immer böse auf den Mann von nebenan war und niemals lächelte, wenn er in der Nähe war. Außerdem, sagt sie, bringt Judy die Namen durcheinander: Barbara war eine andere Freundin, und die mit all den Puppen war Janine. Der Auditor wechselt schnell das Gesprächsthema, indem er einen anderen Preclear um eine Demonstration bittet.)
Am nächsten Tag nahm der Auditor seine Sitzungen mit Jimmy wieder auf.

AUDITOR: Wem in deiner Familie bist du ähnlich?
JIMMY: Oh, ich weiß nicht. (Achselzucken)
AUDITOR: Bist du deinem Vater ähnlich?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Deiner Mutter?
JIMMY: Nein.



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AUDITOR: Deiner Schwester?
JIMMY: Nein - ihr bin ich überhaupt nicht ähnlich.
AUDITOR: Hat irgend jemand je gesagt, du wärst genau wie dein Vater, deine Mutter oder irgend jemand anders?
JIMMY: Nein. (Achselzucken) Niemand hat irgend so etwas gesagt.
AUDITOR: Wer in deiner Familie trägt eine Brille? (Jimmy trägt für die Schularbeit eine Brille.)
JIMMY: Vater, Mutter und meine Schwester. Alle außer dem Baby.
AUDITOR: Wann hast du das erste Mal eine Brille getragen?
JIMMY: Letztes Jahr.
AUDITOR: Wann hast du zum ersten Mal bemerkt, daß du eine Brille brauchst?
JIMMY: Ich las in der Schule meine Lektion, und als ich fertig war, sah ich auf und konnte nicht besonders gut sehen.
AUDITOR: Wann war das?
JIMMY: Letztes Jahr.
AUDITOR: In Ordnung, laß uns das mal näher anschauen. Mach es dir auf dem Bett bequem. (Jimmy tut das.) Es könnte jetzt notwendig sein, zu einem Moment zurückzukehren, in dem du dich unbehaglich fühlst oder einen Schmerz oder ein sogenanntes Somatik empfindest. Ein Somatik ist ein Gefühl von Schmerz. Wenn man mehrere Male durch dieses Somatik hindurchgeht, wird es verschwinden. In der Dianetik ist es notwendig, zu diesem Somatik zurückzukehren und es zu beseitigen, es wegzuschaffen, damit wir mehr Freude am Leben haben können. Bist du bereit, das zu tun?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Denk daran, sei einfach darauf vorbereitet, das zu tun, um was ich dich bitte, und das Somatik wird verschwinden, nachdem wir es einige Male durchgegangen sind. Du wirst dich an alles erinnern, was geschieht.
JIMMY: Okay.
AUDITOR: Kehre zum ersten Mal zurück, als du meintest, du könntest nicht so gut sehen. (Pause) Was tust du?



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JIMMY: Ich war in der Schule.
AUDITOR: Was siehst du?
JIMMY: Meinen Lehrer, Herrn Bidwell.
AUDITOR: Was sagt er?
JIMMY: »Schlagt die Aufgaben in eurem Rechenbuch auf, Seite 46.«
AUDITOR: Was geschieht?
JIMMY: Ich löse die Aufgaben.
AUDITOR: Siehst du die erste Aufgabe?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Lies sie mir vor.
JIMMY: Ich kann nicht.
AUDITOR: Vielleicht kannst du es, wenn du es versuchst. Lies sie mir vor.
(Jimmy liest die Aufgabe aus seinem Visio-Rückruf vor.)
AUDITOR: Hast du Schwierigkeiten mit Rechenaufgaben?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Bist du gut im Rechnen?
JIMMY: Ja. Das heißt, ziemlich gut.
AUDITOR: Was ist mit deinen Augen?
JIMMY: Als ich mit den Aufgaben fertig bin, schaue ich auf und sehe nicht besonders gut.
AUDITOR: Ja oder Nein - ist dies das erste Mal?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Laß uns zum allerersten Mal zurückkehren, als dies geschieht. (Pause) Was tust du?
JIMMY: Ich lese meine naturwissenschaftliche Lektion in der Schule. Ich schaue auf und sehe nicht besonders gut.
AUDITOR: Wie alt bist du zu diesem Zeitpunkt?
JIMMY: Neun.
AUDITOR: Geh noch einmal durch dieses Geschehnis.

(Der Auditor läßt Jimmy die naturwissenschaftliche Lektion aus dem Visio-Rückruf vorlesen, aber der Inhalt der Lektion scheint nichts mit seinen Augen zu tun zu haben.)
 



Kinder-Dianetik Seite 140

AUDITOR: Was geschah drei Tage vor dieser naturwissenschaftlichen Lektion?
JIMMY: Nichts.
AUDITOR: Laß uns zu dem Zeitpunkt drei Tage vor dieser Zeit zurückkehren. (Pause) Was tust du?
JIMMY: Ich lese meine naturwissenschaftliche Lektion.
AUDITOR: Dieselbe?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Wie geht‘s deinen Augen?
JIMMY: Gut.
AUDITOR: Passiert an jenem Abend irgend etwas? Irgendwelche Streitigkeiten?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: In Ordnung, laß uns zu der anderen Zeit zurückkehren, als du von deiner Lektion aufschaust und nicht so gut sehen kannst. Was tust du danach, als du nach Hause kommst?
JIMMY: Ich erzähle es meiner Mutter.
AUDITOR: Was sagt sie?
JIMMY: Vielleicht lese ich zuviel. Ich sollte zu einer Untersuchung zum Arzt gehen.
AUDITOR: Wie fühlst du dich?
JIMMY: Gut.
AUDITOR: Laß uns jetzt zu dem Geschehnis gehen, das erforderlich ist, um den Fall zu lösen. Wenn ich die Buchstaben A bis E sage und mit meinen Fingern schnippe, wirst du am Beginn des Geschehnisses sein. A-B-C-D-E-(schnipp). Was hörst du?
JIMMY: Ich lese meine naturwissenschaftliche Lektion in der Schule.
AUDITOR: Wie alt bist du?
JIMMY: Neun.
AUDITOR: Laß uns zu dem Geschehnis zurückkehren, das erforderlich ist, um diesen Fall zu lösen. Wenn ich die ersten fünf Buchstaben des Alphabets sage, wirst du die ersten Worte des Geschehnisses hören. A-B-C-D-E- (schnipp). Was geschieht?
JIMMY: Ich bin in der Schule und gehe durch meine naturwissenschaftliche Lektion.



Kinder-Dianetik Seite 141

(Jimmy geht dies noch einmal durch, und der Auditor versucht es erneut auf eine andere Weise, weil er den Schluß zieht, daß Jimmy vielleicht nicht versteht, was er meint. Der Auditor will herausfinden, wieviel Jimmy genau versteht.)

AUDITOR: Laß uns nun zum ersten Moment der Empfängnis zurückkehren. Kehre zum ersten Moment der Empfängnis zurück.
JIMMY: (hält inne)
AUDITOR: Kehre zum ersten Moment der Empfängnis zurück.

(Jimmy beginnt erneut, die naturwissenschaftliche Lektion zu durchlaufen. Das Problem ist hier, wieviel Jimmy verstehen wird, wenn der Auditor versucht, in ein Engramm einzudringen.)

AUDITOR: Laß uns zum ersten Moment von Unbehagen zurückkehren, dem allerersten Moment von Unbehagen. Kehre zu dem ersten, dem allerfrühesten Moment von Unbehagen zurück. (Pause) Was geschieht?
JIMMY: Meine Mutter versohlte mir den Hintern.
AUDITOR: Wie alt bist du?
JIMMY: Ungefähr anderthalb Jahre.
AUDITOR: Ja oder Nein - ist dies das erste Mal, daß du geschlagen wirst?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Was sagt deine Mutter?
JIMMY: Nichts.
AUDITOR: Sagt irgend jemand anders etwas?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Spricht ein Nachbar mit deiner Mutter?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Ja oder Nein - gibt es in diesem Geschehnis irgendwelche Wörter?
JIMMY: Nein.

(Der Auditor riskiert hier, Daten abzuwerten, indem er weiterhin nach Worten und Wendungen fragt. Er erkennt natürlich, oder sollte erkennen, wenn er die Dianetik beherrscht, daß es Engramme gibt, die keine Worte enthalten.)



Kinder-Dianetik Seite 142

AUDITOR: Wie fühlt es sich an?
JIMMY: Nicht so gut.
AUDITOR: Was sagt deine Mutter?
JIMMY: Nichts.
AUDITOR: Was sagst du?
JIMMY: Ich weine.
AUDITOR: Was geschieht dann?
JIMMY: Mutter bringt mich rein und legt mich ins Kinderbett.
AUDITOR: Was tust du?
JIMMY: Ich weine noch eine Weile weiter.
AUDITOR: Laß uns zum Beginn des Geschehnisses zurückkehren.
JIMMY: Meine Mutter versohlte mir den Hintern.
AUDITOR: Was passiert, bevor deine Mutter dich schlägt?
JIMMY: Ich griff nach etwas auf dem Kaffeetisch.
AUDITOR: Was sagt deine Mutter?
JIMMY: «Faß das nicht an. Wenn du es tust, muß ich dir den Hintern versohlen und dich ins Bett stecken.«
AUDITOR: Wo bist du?
JIMMY: Im Vorderzimmer.
AUDITOR: Wonach greifst du?
JIMMY: (Pause) Nach ein.., einem Aschenbecher.
AUDITOR: Was passiert?
JIMMY: Meine Mutter nimmt mich hoch und schlägt mich.
AUDITOR: Was sagt sie?
JIMMY: Nichts.
AUDITOR: Kannst du die Schläge spüren?
JIMMY: Ja. (Jimmys Körperhaltung zeigt, daß er den Schmerz spürt.)
AUDITOR: Ist es zu schmerzhaft?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Was passiert dann?
JIMMY: Meine Mutter bringt mich ins Schlafzimmer und legt mich ins Kinderbett.



Kinder-Dianetik Seite 143

(Nach dem vierten Durchgang durch dieses Geschehnis ist das Somatik reduziert.)

AUDITOR: Wie fühlst du dich? Sollen wir weitermachen?
JIMMY: Gut. Einverstanden.
AUDITOR: So, laß uns nun ein ganzes Stück bis vor deine Geburt zurückkehren, zum ersten Moment, als du dir deiner bewußt warst. Kehre ein ganzes Stück vor deine Geburt zurück. Wenn ich die Buchstaben von A bis E sage und mit meinen Fingern schnippe, wirst du die ersten Worte hören. A-B-C-D-E-(schnipp). Was hörst du?
JIMMY: Nichts.
AUDITOR: Wenn ich die Buchstaben von A bis E sage, wirst du die ersten Worte hören. A-B-C-D-E-(schnipp). Was hörst du?
JIMMY: Nichts.
AUDITOR: Was geschieht?
JIMMY: Meine Mutter war draußen und ging spazieren. Sie geht ein paar Blocks weit, kehrt um und geht nach Hause.
AUDITOR: Nimm das Geschehnis am Beginn auf und gehe noch einmal hindurch.
JIMMY: Meine Mutter war draußen und ging spazieren.
AUDITOR: Was hörst du?
JIMMY: Vorbeifahrende Autos.
AUDITOR: Was sagt deine Mutter?
JIMMY: Nichts.
AUDITOR: Was siehst du?
JIMMY: Nichts.
AUDITOR: Wie alt bist du?
JIMMY: Acht.
AUDITOR: Ja oder Nein - sind es acht Tage?
JIMMY:  Ja.
AUDITOR: Geh weiter.
JIMMY: Mutter geht ein paar Häuserblocks weit, kehrt um und geht nach Hause.
AUDITOR: Wie fühlst du dich? Fühlst du dich irgendwie unbehaglich?



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JIMMY: Ja, am ganzen Körper.
AUDITOR: Wo bist du?
JIMMY: Im Bauch meiner Mutter.
AUDITOR: Beginne am Anfang.
JIMMY: Meine Mutter ging spazieren.
AUDITOR: Was geschieht zuerst? Laß uns zu einem Zeitpunkt zehn Minuten davor zurückgehen. Was geschieht?
JIMMY: Ich schlafe. Meine Mutter geht die Stufen hinunter und den Block entlang.
AUDITOR: Wann genau wachst du auf?
JIMMY: Gerade als sie die letzte Stufe hinuntergeht.
AUDITOR: Gerade als sie die letzte Stufe hinuntergeht?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Und dann?
JIMMY: Sie geht die Straße hinunter.
AUDITOR: Was hörst du?
JIMMY: Vorbeifahrende Autos.
AUDITOR: Irgend etwas anderes?
JIMMY: Die Schritte meiner Mutter.
AUDITOR: Wie fühlst du dich?
JIMMY: Nicht allzu schlecht.
AUDITOR: Was passiert als nächstes?
JIMMY: Mutter kehrt um und geht nach Hause.
AUDITOR: Was passiert, als sie nach Hause kommt?
JIMMY: Sie geht die Stufen zum Haus hinauf.
AUDITOR: Wie viele Stufen?
JIMMY: (Hält inne und zählt die Stufen.) Eins, zwei, drei, vier. Vier.
AUDITOR: Was siehst du?
JIMMY: Nichts.

(Anmerkung zur Bekräftigung dieser Aussage: In der vorgeburtlichen Periode gibt es kein Visio, wohl aber andere Wahrnehmungen.)

AUDITOR: Kannst du hören, wie die Tür zuschlägt?
JIMMY: Ja.



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AUDITOR: Was macht deine Mutter dann?
JIMMY: Sie setzt sich hin.
AUDITOR: Was machst du?
JIMMY: Ich fange an zu schlafen.

(Nach dem vierten Durchgang durch das ganze Geschehnis ist das Somatik des Unbehagens schwächer geworden. Beim zwölften Durchgang bleibt der Sonik-Inhalt bestehen, obwohl vielleicht nicht ganz so intensiv wie vorher. Jimmy scheint entspannt, erfrischt und erfreut zu sein. Ein Geschehnis des Vergnügens wird durchlaufen, und dann wird Jimmy gebeten, in die Gegenwart zu kommen.)

AUDITOR: Was ist dein Alter jetzt?
JIMMY: Ich bin 10 Jahre alt.
AUDITOR: Du kannst deine Augen aufmachen.
JIMMY: (Öffnet seine Augen.) Sie sind nicht genauso wie vorher.
AUDITOR: Was ist nicht genauso?
JIMMY: Meine Augen. Ich kann sehen. Die anderen Male hatte ich Schwierigkeiten zu sehen, als ich sie aufmachte.
AUDITOR: Gut. Wie fühlst du dich sonst?
JIMMY: Gut.
AUDITOR: Wie hat es dir gefallen?
JIMMY: Gut. Ich habe nur diese langen Wörter in der Mitte nicht verstanden.
AUDITOR: Wirklich? Nun, manchmal gebrauche ich Wörter in meiner Sprache, die Dinge bedeuten, die du in deiner Sprache nicht kennst. Wenn ich jemals ein Wort benutze, das du nicht kennst, dann frage mich, und ich werde es dir in deiner Sprache erklären. Wahrscheinlich weißt du schon, was es bedeutet. Welche Wörter waren es? Meinst du »Empfängnis«?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Empfängnis bedeutet das Zusammentreffen der Zellen des Vaters mit den Zellen der Mutter, bevor ein Baby daraus wird. In diesen Worten kennst du es, nicht wahr?
JIMMY: Ja.



Kinder-Dianetik Seite 146

AUDITOR:  Und Somatik? Somatik bedeutet Schmerz. Schmerz  - Somatik. Verstehst du das?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Noch irgendwelche anderen Wörter?
JIMMY: Nein.
AUDITOR: Frag mich, wenn dir irgendeines einfällt. Okay?
JIMMY: Ja.
AUDITOR: Erinnerst du dich an das, was geschehen ist?
JIMMY: Ja. Es ging um meine Augen, und meine Mutter machte einen Spaziergang, bevor ich ein Baby war.
AUDITOR: Hast du in letzter Zeit ins Bett gemacht?
JIMMY: Nur einmal. Es war letzte Nacht.

Diese Sitzung dauerte eine Stunde und zwanzig Minuten, und jetzt war es Zeit für das Abendessen. Jimmy freute sich so sehr, daß er seinen Eltern etwas über die Sitzung erzählte.

Was die Aussage des Preclears betrifft, daß seine Augen jetzt besser seien, so können wir annehmen, daß eine jegliche Verbesserung in dieser Hinsicht von einer allgemeinen Befreiung von Spannung herrührt, da das kontaktierte Engramm offensichtlich kein Material enthielt, das so ausgelegt werden könnte, daß es Jimmys Augen direkt in Mitleidenschaft gezogen hätte.
 
 



Kinder-Dianetik Seite 147

KAPITEL 10

EINIGE BEISPIELFÄLLE

C-211:
NAME DES KINDES: Richard Jackson, (»Dickey«).
ALTER: 7
NAME DES VATERS: Charles
NAME DER MUTTER: Emma
GROSSMUTTER: »Bamma«
BESCHWERDE DER MUTTER: »Ich kann ihn nicht dazu bringen, zu gehorchen.«
UNFALLE: Autounfall im Alter von 5 Jahren, einige Nähte im linken Arm, keine Betäubungsmittel verabreicht.
CHRONISCHE SOMATIKEN: Erkältungen, Halsschmerzen.
DRAMATISATIONEN: Babysprache.

Als Dickey das erste Mal für Prozessing in die Stiftung kam, war er offensichtlich ein ernsthaftes Verhaltensproblem. Er weigerte sich, mit anderen Kindern zu spielen, trat nach ihnen und versuchte ihre Gesichter zu zerkratzen. Er lief wild im Spielzimmer umher, öffnete Türen und versuchte hinauszukommen. Nachdem er die Tür geöffnet hatte, die nach draußen zum Spielhof führte, schloß er sie schnell wieder. Dort draußen waren andere Kinder.

Der Hausarzt hatte ihn für körperlich völlig gesund erklärt, obwohl Erkältungen und Halsschmerzen chronische Beschwerden waren. Sein Vokabular war sehr beschränkt, sein Sprechvermögen gering, und er drückte sich fast ausschließlich in »Babysprache« aus. Es bestand kein physischer Defekt an Stimmbändern oder Zunge.

Nach Aussage seiner Mutter war er ständig hungrig, aß zu Hause aber nur Fleisch und Suppe und in der Schule nur Suppe .....
 

Impressum und Inhaltsverzeichnis des Buches Kinder-Dianetik



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