Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 7.1.2009 
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Scientology, Gehirnwäsche und psychischer Zwang
Der Scientology-Organisation wird Gehirnwäsche vorgeworfen.
Was hat es damit auf sich?
 
 
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Der Scientology-Organisation wird Gehirnwäsche vorgeworfen.
Was hat es damit auf sich?


Zitate
"WARNUNG Dies ist wahr -
Wir können eine Gehirnwäsche schneller als die Russen durchführen
(in 20 Sekunden zum totalen Gedächtnisverlust ...)"
(L. Ron Hubbard Technical Bulletin 22.7.56, veröffentlicht in Technical Bulletins (1976) Band II, Seite 473)
"Die Tätigkeit der Organisation besteht in einer psychologischen Amateur-Analyse des Menschen, was als eine Art Gehirnwäsche bezeichnet werden kann".
(Bundeskriminalamt Bericht vom 8.3.73 EA III 1/4 - B 196 649, zitiert nach Haack, Magie des 20 Jahrhunderts, Seite 281).


Begriff

Der Begriff Gehirnwäsche wurde erstmals 1951 in dem Buch "Gehirnwäsche in Rotchina" verwendet.
Heute ist es ein Begriff der Umgangssprache.

So auch das Oberverwaltungsgericht Münster (5 B 993/95 Beschluß vom  31.5.96) :

"Umgangssprachlich werden darüber hinaus jedoch auch massive psychische Beeinflussungen, wie sie dem Antragsteller vorgeworfen werden, als "Gehirnwäsche"  bezeichnet. Prof. Dr.  med. Hans Kind hat in dem von der Antragsgegnerin zitierten Gutachten aus dem Jahre 1989 ... dargelegt, daß die psychologische Vorgehensweise bei dem vom Antragsteller betriebenen "Auditing" und einer "Gehirnwäsche" eine gewisse Analogie aufweise. Angestrebt werde nämlich in beiden Fällen die. Zerstörung bisheriger Werte und die Einimpfung neuer Überzeugungen durch ein Indoktrinationssystem. Kennzeichnend seien das Aufsuchen von schwachen Stellen im System der bisherigen Überzeugungen und von "wunden Punkten" im Lebenslauf des einzelnen, die Erweckung von Schuldgefühlen, die Suggestion von Zwang zur Beteiligung und endlich das Beginnen mit kleinen, kaum abzuschlagenden Forderungen und der Steigerung der Ansprüche mit dem Grad der bereits vollzogenen Kollaboration. In diesem Sinne spricht auch Dr. Keltsch anläßlich seiner Anhörung als Sachverständiger in der 13. Sitzung des Ausschusses für Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages vom 9. Oktober 1991 davon, daß bei dem Antragsteller durch die Verwendung des sogenannten "E-Meters"  (Hautwiderstandsmesser) im Rahmen des Auditing und durch den Einsatz von Belohnung und Strafe ständig eine "effektive operante Konditionierung" der Mitglieder von Scientology stattfinde.  ...
Dies läßt es als vertretbar erscheinen, in einem umgangssprachlichen Sinne von "Gehirnwäsche" zu sprechen."
Es gibt eine große Zahl von neuen Begriffen, die oft geschaffen wurden, um den Begriff der Gehirnwäsche zu vermeiden. Keiner ist allgemein verständlich. Keiner hat sich durchgesetzt.


Abgrenzung

Psychischer Zwang findet auch anderswo statt.
Die amerikanische Psychologie-Professorin Margaret Thaler Singer:
"Ich habe so oft erklären müssen, warum das United States Marine Corps keine Sekte ist, daß ich eine Liste der Unterschiede aufgestellt habe ..." (Seiten 129 und 132).

Buchtip: Margaret Thaler Singer und Janja Lalich:
Sekten. Wie Menschen ihre Freiheit verlieren und wiedergewinnen können. Auer-Verlag 1997
Bereits der erste Satz der zweiseitigen Liste verdeutlicht den Unterschied:
"Der Rekrut ... weiß ganz genau, welcher Art die Organisation ist, der er beitritt".
Dasselbe gilt auch für Glen Mills in USA: Dort werden jugendlichen Gewalttätern "die Regeln fürs normale Leben" beigebracht (Spiegel 12/99: "Angriff auf die bösen Jungs").

Der Kunde der Scientology-Organisation hingegen weiß beim ersten Kontakt oft genug nichts:
Er weiß nichts über die Organisation.
Er weiß nichts über deren Ziele.
Er weiß nichts über die Ziele der Behandlung.

Er wird vielmehr oft von Anfang an getäuscht.



Verbraucherschutz gegen Täuschung des Verbrauchers


Der Täuschung müssen Informationen entgegengesetzt werden.
Informationen, Aufklärung und Beratung.
Verbraucherschutz bedeutet,
"die Interessen der Verbraucher durch Aufklärung und Beratung wahrzunehmen" (§ 13 UWG). Solche Werbe-Tricks sind beispielsweise:

Hypnose


Es gibt Methoden der Beeinflussung, deren Wirkungsweise wissenschaftlich kaum erklärbar ist.
Beispiel Hypnose: Ein paar Worte, ein paar Bewegungen, und schon kann der Zahnarzt seinem Patienten auch ohne Narkose einen Zahn ziehen. In Deutschland ist das wenig verbreitet, in den angelsächischen Ländern umso mehr.


autogenes Training
Das autogene Training wird auch als Selbsthypnose bezeichnet.
Nach entsprechendem Training lassen sich Funktionen von Körper und Seele durch formelhafte Sätze beeinflussen.
Typisches Beispiel: "Mein Arm wird ganz schwer". Der Arm sinkt ab.
Es spricht wenig dafür, daß dies nur mit solchen Sätzen funktioniert,
die von Ärzten abgesegnet worden sind.
Möglicherweise hat die formelhafte Wiederholung von "Scientology funktioniert" eine ähnliche Wirkung.


Häufig diskutiert wurde die Frage, ob jemand unter Hypnose zu Handlungen veranlaßt werden kann, die er sonst nicht begehen würde. Also zum Beispiel schwere Straftaten. Diese Frage ist hier nebensächlich.


Unfreiwillige Hypnose


Die Frage ist, ob jemand ohne seine Zustimmung hypnotisiert werden kann.
Das ist sicher dann der Fall, wenn er getäuscht wird.
Wenn er also nicht weiß, daß er hypnotisiert werden soll.
Wenn ihm zum Beispiel wiederholt versichert wird: "Dies ist keine Hypnose".

"Der Patient sitzt auf einem bequemen Stuhl mit Armstützen oder liegt auf einer Couch in einem ruhigen, vor Störungen durch unerwünschte Sinnesreize möglichst abgeschirmten Zimmer. Der Auditor fordert ihn auf, zur Decke zu blicken. Der Auditor sagt: "Wenn ich von eins bis sieben zähle, werden dir die Augen zufallen." Dann zählt der Auditor von eins bis sieben und fährt ruhig und freundlich mit den Zählen fort, bis der Patient die Augen schließt. Bei optimaler  Reverie wird ein Zittern der Augenlider zu bemerken sein".
"Das ist die ganze Routine. ... Dies ist keine Hypnose".
(Aus: L. Ron Hubbard: DIANETIK Copyright 1990 Seite 249)


Dazu der Gutachter:
"Obwohl in "Dianetics" behauptet wird, dass Hypnose der dianetischen Therpie zuwiderlaufe, wird ein Verfahren beschrieben und mit der Bezeichnung "Reverie" versehen, welches unzweifelhaft Hypnose-Bestandsteile enthält:
 Die aufeinanderfolgenden Schritte in der Hypnose, wie finden sich in der mit "Reverie" bezeichneten Technik der Scientologen wieder. Die Ähnlichkeiten mit der ärztlichen Hypnose sind geradezu verblüffend".
(Aus: Nervenklinik der Universität München Psychiatrische Klinik und Poliklinik
Direktor: Prof. Dr. H. Hippius Forensisch-psychatrische Abteilung
Abteilungsvorsteher: Prof. Dr. W. Mende, Gutachten Dr. Nedopil vom 21.12.1884)
Vgl. auch: Margaret Thaler Singer: Sekten.
Wie Menschen ihre Freiheit verlieren und wiedergewinnen können.
Auer-Verlag 1997, dort 7. Kapitel, Überblick auch Seite 86 f, tabellarische Darstellung Seite 88/89.


Risiken und Nebenwirkungen


Der Gutachter :
"Die weiteren Verfahren, insbesondere das Auditing mit dem E-Meter wird von den Scientologen als therapeutische Maßnahme angeboten. Als solche wird es auch von den Betroffenen aufgefasst. Die scientologische Literatur enthält ebenfalls konkrete Handlungshinweise für therapeutisches Vorgehen.

Diese therapeutischen Verfahren, auch der sog. Kommunikationskurs und das sog. Reinigungsrundown bergen Nebenwirkungen und Risiken in sich und haben ihre Kontraindikationen. L.R. HUBBARD weist gelegentlich auch selbst auf Nebenwirkungen und Risiken hin (s. z.B. S.36 des Gutachtens).

Um die Nebenwirkungen und Risiken zu erkennen und fachgerecht zu behandeln, bedarf es einer medizinisch-psychologisch-psychotherapeutischen Ausbildung (Seite 52)".


Verbotene Heilbehandlung


Nur am Rande soll hier erwähnt werden, daß es sich hier um verbotene Heilbehandlung handelt.
Nur Ärzte und Heilpraktiker dürfen Heilbehandlungen durchführen.
Ein Verstoß gegen dieses "Heilpraktikergesetz" ist strafbar.


Kombination von Verfahren


Selbstverständlich gibt es nicht DAS Verfahren zur Gehirnwäsche.
Es dürfte sich immer um eine Kombination handeln.
Angefangen wird beispielsweise mit unlauterer Werbung, durch die vermeintlich Behandlungbedarf und vor allem Angst erzeugt werden kann.



Der Persönlichkeitstest


Über 20 Jahre hinweg wurden die meisten potentiellen Kunden auf der Strasse angesprochen.
Derartige Werbung ist unzulässig und verstößt gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, weil dadurch die Entscheidungsfreiheit eingeschränkt wird.
(Zur unlauteren Werbung: Unlautere Werbung: Einzelbeispiele )

Die solchermassen unlauter Angeworbenen werden veranlasst, einen Persönlichkeitstest zu absolvieren, auch als Oxford Capacity Analayse bezeichnet. Es spricht viel dafür, daß dieser Persönlichkeitstest auf Täuschung der Probanden angelegt ist. Es sind 200 Fragen zu beantworten. Die angebliche Auswertung wird auf einem Diagramm dargestellt. Ich habe hunderte solcher Auswertungen gesehen. Fast immer folgten diese demselben Muster.
Anfangs geht die Kurve mal rauf und mal runter.
Am Ende aber geht sie praktisch immer nach unten.
Das ist der Bereich der zwischenmenschlichen Kommuniaktion.
Daraufhin wird dringender Behandlungsbedarf diagnostiziert.
Angeboten wird meist der Kommunikationskurs.
Es besteht der Verdacht, daß entweder der Test schon so angelegt ist, oder daß die Auswertung manipuliert wird, so daß in einer großen Zahl von Fällen Behandlungsbedarf bei zwischenmenschlicher Kommunikation diagnostiziert wird. Nachprüfbar ist das nicht.

Die folgende Diagnose bestätigt diese Annahme:

"Ein niedriger Punkt auf der rechten Seite der Kurve bedeutet, daß der PC verrückt ist" (HCOB 19.12.79 in BA Seite 363).
Der Gutachter (Seite 48):
"In der uns zugänglichen Literatur sind wissenschaftliche Kontrolluntersuchungen und Überprüfungen, die es für andere Fragebogen-Tests gibt, nicht auffindbar".


Selbstmordkandidat?


Mehrfach war zu hören und zu lesen, daß mit Hilfe des Persönlichkeitstests
Selbstmordgefahr diagnostziert wird.

Der Gutachter (Seite 51):

"Die Aussage "Sie sind ein potentieller Selbstmordkandidat" - sie wurde in zwei Fällen berichtet - ist aufgrund eines Testes nicht möglich. Sie war in beiden Fällen sachlich falsch.
  Eine solche Aussage stellt jedoch für labile Persönlichkeiten eine Bedrohung dar. Eine solche Bedrohung, die ohne Absicherung ausgesprochen wird, bedeutet für die betroffene Person eine Gefährdung, insbesondere dann, wenn weder zwischenmenschliche noch therapeutische Bindungen bestehen. Sie ist weder aus psychotherapeutischer Intention noch allgemein psychologisch vertretbar".


Angst-Vertrag


Ob mit Selbstmordgefahr oder nur mit anderen Diagnosen:
Der Test eignet sich offenbar hervorragend zur Vorbereitung von Vertragsabschlüssen.
Das ist genau die Funktion, die üblicherweise die Werbung hat.

Der Gutachter (Seite  51):

"Durch die unzureichende (oder bewußt falsche) Interpretation des Oxford-Persönlichkeits-Fragebogens ist es bei drei der Probanden zu einer psychischen Labilisierung gekommen.
Diese führte zu den von den Scientologen angestrebten Vertragsabschlüssen."


Giftstoff-Test
Auch der "kostenlose Giftstoff-Test" ist geeignet, Angst zu erzeugen und soll offensichtlich den Abschluss von Verträgen beschleunigen.
Wortlaut: Unlautere Werbung: Einzelbeispiele


Kommunikationskurs: Der starre Blick


In der Mehrzahl der Fälle folgt jetzt der Kommunikationskurs ("Komm-Kurs").
Auch dabei dürfte es sich überwiegend um eine Werbemaßnahme handeln.
Der Preis von unter 500.- DM liegt jedenfalls weit unter dem üblichen Scientology-Niveau.

Der Kurs besteht aus "Trainings".
Wichtigstes Training: TR 0.
Gelernt wird: Der starre Blick.
Dazu aus meinem Artikel:  AGPF AKTUELL I/88 vom 10.3.88
 

PSYCHOTECHNIK: DER STARRE BLICK  (Ingo Heinemann, 1988)

Bei  Scientologen  ist es die Übung Nr. 1 ("TR 0"):  Sein Gegenüber  einfach  nur  anzustarren.   Dies  wird  hart trainiert,  jedes   Blinzeln   bestraft.   Auch  verbalen Angriffen  und Beleidigungen muß der "Student"  gewachsen sein  ("TR  0   mit   Reizen",   "Stierhetze").  Zahllose Familienangehörige  kennen das: Der Scientologe sitzt mit starrem  Blick  da und reagiert auf  nichts.  Scientology behauptet,  diese   Fähigkeit   diene   der  verbesserten Kommunikation.

Dahinter  scheint  mehr   zu stecken, als nur  antrainierte  Leidensfähigkeit. Möglichweise dient  auch diese Technik der "Erzeugung abnormer Wachbewußtseinszustände", welche die  Staatsanwaltschaft München (115  Js4298/84) der Sekte  vorwirft. Die  STA zitiert aus einem Gutachten:

 "Die Technik des bei der 'Konfrontation' stundenlang Sich-ungerührt-in-die-Augen-schauens  entspricht einem Reizentzug,  wie  er   z.B.   auch   bei  der  Hypnose stattfindet (STOCKMEYER, 1984)"  (STA 5.60).

Wohl  deshalb  hat der US-Professor BENSON diese  Technik schon  1971 als Hilfsmittel für seine Entspannungstechnik empfohlen  (nachdem er die Transzendentale Meditation als überflüssig erkannt hatte, vgl. AGPF AKTUELL IV/87).

Die  Zeitschrift  ESOTERA  (5/87)   berichtet  über  eine Technik  der "Seelenschau": "Arbeiten Sie jedoch mit  dem starren  Blick,  dann  wird   durch  das  Fixieren  eines Objektes    von   selbst   eine   Bewußtseinsverschiebung erzeugt....  Das   Bewußtsein   wird   auf   sich  selbst zurückgeworfen;  es wendet sich nach innen und  verbindet sich  mit dem Selbst". ESOTERA beschreibt  schwelgerisch, daß  man  sich  mit  dieser Technik  "zu  der  Ebene  des höheren  Selbst  erheben" könne, "wo Namen und  Gestalten zu  einem  größeren  Muster  verschmelzen,  das  wir  als Energie und Licht erfahren können".

Scientology  behauptet,   eine   Art   Verhaltenstraining anzubieten.  Tatsächlich wird eine bewußtseinsverändernde Technik  angewandt  und zwar ohne Wissen und  Wollen  des Betroffenen.  So   wird   leichter   verständlich,  warum Ehemalige  die  Scientology-Behandlung im Nachhinein  als Gehirnwäsche  empfinden.  Juristisch  dürfte es  sich  um "Gewalt" im Sinne einer Nötigung handeln.


Realitätsverlust, erstes Stadium


Soweit eine Kurzfassung der frühen Stadien der Scientology-Kontakte.
Erst jetzt ist der Interessent so weit, daß ihm die üblichen Scientology-Preise genannt werden.
Es scheint, als ob bereits diese frühen Stadien zu einem beträchtlichen Wirklichkeitsverlust führen.
Oft sind  es junge Leute, die sich bisher wirtschaftlich realistisch verhalten haben.
Sie haben beispielsweise 15.000.- DM für ein erstes Auto angespart.

Jetzt geben sie diesen Betrag für eine Quittung hin,
auf der wenig mehr steht, als ein unverständliches Kürzel.
Keine genaue Bezeichnung dessen, was gekauft wurde.
Keine Beschreibung. Keine Dauer.



Auditing


Scientologische Behandlungen basieren auf der Annahme, daß
Engramme die Psyche, das Seelenleben und die Fähigkeiten des Menschen behindern
und ihn krank machen.
Engramme werden als negative seelische Prägungen beschrieben,
aus diesem Leben und aus zahllosen früheren Leben.
Engramme und frühere Leben werden mit Hilfe des E-Meters
- ein primitiver Lügendetektor -
auf der "Zeitspur" durch Befragungen aufgefunden und dadurch beseitgt.
Dadurch wird der Mensch angeblich "Clear".
"* Clear: Der Name kommt von einem Vergleich zwischen dem Mind und einer Rechenmaschine. Wenn Sie auf einer Rechenmaschine die "Clear"-Taste (Löschtaste) drücken, werden alle verborgenen Antworten in der Maschine gelöscht, und die Maschine kann für eine richtige Berechnung verwendet werden. Solange diese Taste nicht gedrückt wird, fügt die Maschine alle alten Antworten den neuen Rechnungen hinzu, und es entstehen falsche Antworten.Clears sind Wesen, die von falschen oder nutzlosen Antworten befreit sind, die sie vom Leben oder Denken abhalten würden"  (Hubbard: Haben Sie vor diesem Leben gelebt? 1979, S. 60).


Zurück in die Zukunft
"Zeitspur" ist ein Begriff aus der Science-Fiction-Literatur.
Hubbard war Autor derartiger Zukunftsmärchen.
Nach seinen anweisungen geht es fast unendlich weit zurück
(Einzelheiten dazu: Die Scientology-Sekte und ihre Tarnorganisationen, 1979  Kapitel 2: Reise auf der Zeitspur)
Die letzte ausgeschriebene Zahl lautet
"100.000.000.000.000.000 - 999. 999.999.999.999.999, Hunderttausende von Billionen von Jahren",
die letzte genannte Zahl lautet
"Billionen von Billionen von Billionen von Jahren"
(dazu Die Scientology-Sekte und ihre Tarnorganisationen, 1979   7. Das E-Meter ).
Daraus folgt: Wer so weit zurückgeht,
geht weit vor die Entstehung unseres Universums zurück, weit vor den Urknall.
Nach dieser Theorie kommt er also in frühere Welten, die vor ihrem Zusammenbruch weiter entwickelt waren, als unsere Welt heute und die somit Ähnlichkeit mit Science Fiction haben.
In dieser Zeit haben die Thetane viel erlebt.
Also sind viele Engramme entstanden, die alle beseitigt werden müssen.
Vielfach handelt es sich um Engramme, die zwangsläufig zu Schuldgefühlen führen.


Engramme
Schlimmer noch können angebliche Engramme sein,
die angeblich im jetzigen Leben des Probanden entstanden sind.
Meist vor der Geburt, also im Mutterleib und oft durch angebliche Abtreibungsversuche oder beim angeblichen Geschlechtsverkehr der Eltern. Textbeispiel:
"Sein Magengeschwür stammte von einem Abtreibungsversuch. Sein
Vater ... hatte den Fötus im  Alter von sieben Monaten abtreiben
wollen"  (Hubbard: Dianetik Aufl. 1990 Seite 453 alte Aufl. S. 424).
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Das Aufspüren von Schwachstellen - in der scientologischen Literatur als "Engramme des reaktiven Geistes" bezeichnet-, kann zu einer ganz erheblichen Verunsicherung führen.
Gutachten v. 21.12.84 Seite 44
Eine solche Verunsicherung geschieht auch bei der sog. aufdeckenden Psychotherapie (z.B. in der Psychoanalyse). Aber gerade diese Labilisierungen im Rahmen aufdeckender psychotherapeutischer Techniken bedürfen der behutsamen und geschulten Handhabung - eine Fertigkeit, die nur während einer langwierigen psychotherapeutischen Ausbildung vermittelt werden kann und der Supervision eines Lehr-Therapeuten bedarf. Zwar wird auch bei Scientology nach dem "Auditing" eine Überprüfung des therapeutischen Prozesses durchgeführt, aber der Supervisor ist in der Regel ebenso ein psychotherapeutischer Laie wie der "Auditor".
 
 
 



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