Ingo Heinemann: Scientology-Kritik
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Zuletzt bearbeitet am 26.8.2006
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Scientology: Das "stille Geburtsritual" ist Psycho-Anweisung, "damit die geistige Gesundheit von Mutter und Kind nicht gefährdet wird".


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Tom Cruise, der wichtigste Scientology-Werber, - Cruise.htm -
hatte angekündigt, bei der Geburt seines Kindes  solle das "stille Geburtsritual" der Scientology-"Kirche" angewandt werden.
Der Begriff "das stille Geburtsritual" wurde offenbar eigens erfunden, um davon abzulenken, dass es sich in Wahrheit um eine der zahllosen Psycho-Anweisungen der Sekte handelt.
Ein Redeverbot bei Schmerzen oder Bewusstlosigkeit soll vor angeblichen "Engrammen" schützen, dazu:


Scientology-Gründer Hubbard hat den Begriff "Engramm" im Sinne einer negativen seelischen Prägung benutzt.
 
 
 
 
Am 10.4.2006 gab es im Internet nur eine einzige Fundstelle zum Stichwort "stille Geburtsritual".
An der Zahl dieser Fundstellen wird man beoachten können, wie es Scientology gelingt, eine esoterische Absurdität als weltanschaulichen Begriff zu etablieren.
In der Nachricht heisst es:
"Travolta und Preston seien der Meinung, dass die negativen Medienberichte den wirklichen Sinn des Rituals falsch dargestellt hätten. Schreien ist demnach offenbar doch erlaubt, nur fluchen nicht. «Schreien ist okay, es geht um die Worte. Wenn man kann, sollte man gewisse Sätze und Worte vermeiden. Man sollte es so ruhig halten wie es eben geht. Natürlich wird man Stöhnen und Schreien. Es tut weh. Halte es nur auf einem Minimum», sagte Preston."

Warum sollte man "gewisse Worte und Sätze vermeiden"?
Weil Scientology-Gründer Hubbard entdeckt haben will, dass Sprache während des Schmerzes oder der Bewusstlosigkeit "Engramme" erzeugt, angebliche negative seelische Prägungen. Das, so meint Hubbard, gelte grundsätzlich und immer, also auch während einer Geburt.

Hubbard: "Sorgen Sie dafür, dass bei einer Geburt völlige Stille herrscht, damit die geistige Gesundheit von Mutter und Kind nicht gefährdet wird. Dazu gehört auch der Verzicht auf "Schschs", denn das erzeugt Stotterer" (>>).

Das vollständige Zitat (dies auch, damit nicht der Verdacht entstehen kann, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen) zeigt allerdings, dass dies bei Scientology nichts speziell mit der Geburt zu tun hat.
 

Hubbard-Zitate zur Geburt:
"Die Geburt ist das erste Engramm" (Dianetik: Die Entwicklung einer Wissenschaft, S. 49)
 

Aus: Hubbard: Dianetik - Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit Das Handbuch der dianetischen Verfahren, Teil 2: Die Ursache aller geistigen Störungen und psychosomatischen Leiden, Kapitel 15: Vorbeugende Dianetik, Seite 190, 4. Auflage in Deutsch, 1980

Aus: Hubbard: Dianetik - Der Leitfaden für den menschlcihen Verstand, Teil 2: Die Ursache aller geistigen Störungen und psychosomatischen Leiden, Kapitel 10: Vorbeugende Dianetik, Seite 204, ohne Auflageangabe, 1990
Als erstes sollten daher die Engramme der Mutter getilgt werden, denn jede Mutter, die einen Abtreibungsversuch unternimmt, ist auf der zweiten Dynamik blockiert, und jede Blockierung bedroht sowohl ihre Gesundheit als auch ihr Glück. Es hat sich erwiesen, daß sexuelle Aberration von einer Antipathie gegenüber Kindern begleitet ist.
Die vorbeugende Dianetik verlangt also auf individueller Ebene geklärte Eltern und fordert sodann Vorkehrungen gegen das Aberrieren des Kindes sowie Vorsichtsmaßnahmen gegen das Einrasten irgendeiner Aberration, die das Kind erhalten haben mag.
Das ist ganz einfach. Bleiben Sie bei Verletzungen still. Tun Sie alles, was für den Verletzten oder Kranken getan werden muß, aber tun Sie es schweigend. Sorgen Sie dafür, daß bei einer Geburt völlige Stille herrscht, damit die geistige Gesundheit von Mutter und Kind nicht gefährdet wird. Dazu gehört auch der Verzicht auf »Schschs denn das erzeugt Stotterer.
Im größeren Zusammenhang gesehen gibt es nur eines, was noch wichtiger ist, als in der Nähe eines »Bewußtlosen« oder einer verletzten Person dafür zu sorgen, daß Stille herrscht: die »Bewußtlosigkeit« von vornher ein zu verhindern.
Sagen Sie nichts und machen Sie kein Geräusch in der Nähe eines »Bewußtlosen« oder Verletzten. Sprechen in einer solchen Lage gleichgül tig, was gesagt wird bedroht dessen geistige Gesundheit. Sagen Sie nichts, während jemand operiert wird. Sagen Sie nichts bei einem Unfall auf der Straße. Sprechen Sie nicht!
Sagen Sie nichts in der Nähe eines kranken oder verletzten Kindes. Lächeln Sie, geben Sie sich ruhig, aber sagen Sie nichts. Taten werden nicht immer bemerkt, wenn sie nicht von Worten begleitet sind, aber Handeln ist alles, was man tun kann; gegenteiligenfalls triebe man Kinder absichtlich in Neurosen oder Geisteskrankheit hinein oder verschaffte ihnen, im günstigsten Fall für später, eine Krankheit.
Und sagen Sie vor allem nichts in der Nähe einer Frau, die gestoßen oder auf irgendeine Weise körperlich verletzt worden ist. Helfen Sie ihr. Wenn sie spricht, dann antworten Sie nicht. Helfen Sie ihr einfach. Sie wissen ja nie, ob sie nicht etwa schwanger ist.
Es ist eine bemerkenswerte, eine wissenschaftliche Tatsache, daß die gesündesten Kinder von den ausgeglichensten Müttern kommen. Zunächst einmal ist die Entbindung für eine geklärte Mutter problemlos. Nur Geburtsengramme der Mutter erschweren die Entbindung. Eine geklärte Mutter braucht keine Narkotika. Und das ist gut, denn Narkotika betäuben auch das Kind, und wenn das Engramm dann einrastet, läßt es das Kind stumpfsinnig erscheinen. Eine glückliche Frau hat damit kaum Schwierigkeiten. Und sogar ein paar Engramme, die sich trotz aller Vorkehrungen einprägen sollten, sind bedeutungslos, wenn die allgemeine Stimmung der Mutter glücklich ist.
Frauen haben ein Recht und allen Grund, gute Behandlung zu verlangen.
Als erste Maßnahme sollten Mütter geklärt werden, denn jede Mutter, die einen Abtreibungsversuch unternimmt, ist auf der Zweiten Dynamik blockiert, und jede Blockierung bedroht sowohl ihre Gesundheit als auch ihr Glück. Es hat sich erwiesen, daß sexuelle Aberration von einer Antipathie gegenüber Kindern begleitet ist.
Die vorbeugende Dianetik verlangt also auf individueller Ebene geklärte Eltern und fordert sodann Vorkehrungen gegen das Aberrieren des Kindes sowie Vorsichtsmaßnahmen gegen das Einkeyen irgendeiner Aberration, die das Kind erhalten haben mag.
Das ist ganz einfach. Bleiben Sie bei Verletzungen still. Tun Sie alles, was für den Verletzten oder Kranken getan werden muß, aber tun Sie es schweigend. Sorgen Sie dafür, daß bei einer Geburt völlige Stille herrscht, damit die geistige Gesundheit von Mutter und Kind nicht gefährdet wird und der Frieden des Zuhause gewahrt bleiben kann. Dazu gehört auch der Verzicht auf »Schs«, denn das erzeugt Stotterer.
Im größeren Zusammenhang gesehen gibt es nur eines, was noch wichtiger ist, als in der Nähe eines »Bewußtlosen« oder einer verletzten Person dafür zu sorgen, daß Stille herrscht: die »Bewußtlosigkeit« von vornherein zu verhindern.
Sagen Sie nichts, und machen Sie kein Geräusch in der Nähe eines »Bewußtlosen« oder Verletzten. In einer solchen Lage zu spre chen gleichgültig, was gesagt wird bedroht seine geistige Gesund heit. Sagen Sie nichts, während jemand operiert wird. Sagen Sie nichts bei einem Unfall auf der Straße. Sprechen Sie nicht!
Sagen Sie nichts in der Nähe eines kranken oder verletzten Kindes. Lächeln Sie, geben Sie sich ruhig, aber sagen Sie nichts. Tuten werden nicht immer bemerkt, wenn sie nicht von Worten be gleitet sind, aber Handeln ist alles, was man in der Nähe von Kran ken oder Verletzten tun kann; gegenteiligenfalls triebe man sie ab sichtlich in Neurosen oder Geisteskrankheit hinein oder verschaffte ihnen im günstigsten Fall für später eine Krankheit.
Und sagen Sie vor allem nichts in der Nähe einer Frau, die irgendeinen Schlag, Stoß oder Aufprall erfahren hat. Helfen Sie ihr. Wenn sie spricht, dann antworten Sie nicht. Helfen Sie ihr einfach. Sie wissen ja nie, ob sie nicht etwa schwanger ist.
Es ist eine bemerkenswerte, eine wissenschaftliche Tatsache, daß die gesündesten Kinder von den glücklichsten Müttern kommen. Zunächst einmal ist die Entbindung für eine geklärte Mutter pro blemlos. Nur Geburtsengramme der Mütter haben Entbindungen in der Vergangenheit erschwert. Eine geklärte Mutter braucht keine Narkotika. Und das ist gut, denn Narkotika betäuben auch das Kind, und wenn das Engramm dann einkeyt, läßt es das Kind stumpfsinnig erscheinen. Eine, glückliche Frau hat kaum Schwierigkeiten. Und sogar ein paar Engramme, die sich trotz aller Vorkehrungen einprä gen sollten, sind bedeutungslos, wenn die allgemeine Stimmung der Mutter glücklich ist.
Frauen, ihr habt ein Recht und allen Grund, gute Behandlung zu verlangen.

 
 
 



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