Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 26.11.2008 
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Neue Scientology-Tarnorganisation:
ATV - Aktion Transparente Verwaltung
Die ATV fordert Informationsfreiheitsgesetze.
Dahinter steckt vermutlich das Bedürfnis der Scientology-Organisation nach Kenntnis der Behördenakten
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Der Hintergrund der Tarnorganisationen

Die Tarnorganisationen der Scientology-Organisation werden zur systematischen Täuschung der Öffentlichkeit eingesetzt.
Diese Täuschung dient in erster Linie der Abwehr von Kritik und daneben der Gewinnung neuer Kunden.
Abwehr von Kritik beinhaltet auch die Abwehr juristischer Verfolgung.
Denn Täuschung wird auch zum Zweck des Verkaufs eingesetzt, also gegen die Kunden.
Täuschung zum Zweck des Verkaufs beinhaltet häufig Betrug oder bewegt sich an der Grenze zum Betrug. Dazu:

Wann immer Behörden versuchen, die Scientology-Organisation den üblichen Kontrollen zu unterziehen, schlägt diese zurück und schreckt dabei offenbar auch vor kriminellen Aktionen nicht zurück.
In den USA ging es um Hunderte von Millionen Dollar an Steuern.
Die Ehefrau des Gründers Hubbard nahm sich der Sache persönlich an.
Eine Abhöranlage wurde installiert, Akten gestohlen.
Mary Sue Hubbard und ihre Mittäter wurden verurteilt, Einzelheiten: In Deutschland gab es einen einfacheren Weg: Die Beiziehung von Akten in Prozessen gegen Behörden.
Auf Antrag müssen Behörden ihre Akten dem Gericht vorlegen. Dort sind sie dann einsehbar.
Davon hat Scientology reichlich Gebrauch gemacht.
Lästig daran: Die negative Publicity, wenn Scientology die Prozesse dann verloren hat.

In den USA gibt es seit langem ein Informationsfreiheitsgesetz: FOIA - Freedom of Information ACT.
Mit Hilfe dieses Gesetzes ist es zum Beispiel gelungen, Hubbards scientology-offizielle Biografien als großenteils frei erfundene Märchen zu enttarnen. Einzelheiten dazu:

Vermutlich um solche Veröffentlichungen zu unterbinden, hat Scientology in Deutschland zunächst eine Tarnorganisation für Datenschutz, die Kommission für Verstöße des Bürgers gegen Datenmißbrauch, München, vgl.

Seit einigen Jahren gibt es auch in Deutschland in einigen Bundesländern vergleichbare Gesetze, so in Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Es ist also keineswegs so, daß ATV hier ein neues Thema aufgebracht hat. Das Thema wird seit langem diskutiert.
Neu ist nur, daß die ATV versucht, das Ziel des Gesetzes umzudeuten, zu "redefinieren".
"Gegen Korruption" - so ATV - ist das Gesetz keineswegs in erster Linie gerichtet. Dafür gibt es seit langem das Strafgesetzbuch. Korruption ist strafbar.
Die Scientology-Organisation versucht also, die Bemühungen der Parlamente um mehr Rechte für den Bürger und eine bessere Ausgestaltung vorhandener Recht umzumünzen in den Kampf gegen einen vermeintlich korrupten Staat oder gegen Politiker:
"Korrupte Politiker hatten schon immer einen Haß auf Religionen ...", so die Zeitschrift "Freiheit", wie üblich ohne Angabe von Nummer oder Datum, mit einer Titelgeschichte über den damaligen Sozialminister Norbert Blüm: "Der Rasputin von Bonn".
 


Warum wird die ATV als Tarnorganisation bezeichnet?

Warum "Tarnorganisationen", wo doch bei manchen mit etwas Mühe die Verbindung zu Scientology zu erkennen ist?
Weil viele Leser sich diese Mühe  nicht machen oder nicht die Möglichkeit dazu haben.
Und weil es nicht nur um die Tarnung der Scientology-Verbindung geht, sondern vor allem auch um die Tarnung der Absichten
Die Scientology-Organisation verbirgt regelmäßig die knallharte Vertretung der eigenen Interessen hinter der Vertretung sozialer Belange des Einzelnen oder der Allgemeinheit.

In der Website www.transparente-verwaltung.de gibt die ATV in drei Flugblättern an:

"Die Aktion Transparente Verwaltung Hamburg wird von Mitgliedern der Scientology Kirche unterstützt".
Weshalb also wird hier dennoch von einer Tarnorganisation gesprochen?
Nach den bisherigen Erkenntnissen wird die ATV nicht von Mitgliedern der Scientology unterstützt, sondern betrieben.
Das wird unten belegt.
Es handelt sich offenbar um einen der Vereine, die Friedrich-Wilhelm Haack als "Pfefferminz-Organisationen" bezeichnet, "die nach außen hin anderen, meist als sozial ausgewiesenen, Zielen dienen, intern jedoch die Hubbardschen Ideen, Techniken oder die Hubbardsche Ethik vertreten und verwirklichen" (Haack: Scientology, Magie den 20 Jahrhunderts, 1982, Seite 212). Haack nennt unter anderen Narconon, ZIEL, KVPM  und CRIMINON.
 


Namen und Adressen

Die ATV - Aktion Transparente Verwaltung gibt in der Website www.transparente-verwaltung.de  zwei Namen an:
Gerd Christoffel und Ingo Lehmann.
Beide sind Scientologen.
Weitere Namen waren nicht zu finden.
Zwei Adressen werden angegeben, in Hamburg und München.

Hamburg:

Im Flugblatt "Können Sie sich Ihre eigene Meinung bilden?" (www.transparente-verwaltung.de/html/flugblt0.htm) wird als Impressum angegeben:

Aktion Transparente Verwaltung, c/o Gerd Christoffel
Tucholskyring 52, 22175 Hamburg, Fax: 040-64917467, Email: ATV-HH@transparente-verwaltung.de
Gerd Christoffel ist langjähriger Scientologe.
Er besitzt eine Bekenner-Website bei Scientology ("Ich bin ein Scientologe"):



 

Er steht auf der Liste der Unterstützer des Foucault-Tribunals von 1998 in Berlin "zur Lage der Psychiatrie" (so www.foucault.de), auch als "Psychiatrie-Gegenkongress" bezeichnet, eines Vorläufers des Russel-Tribunals, vgl. dazu

Das besagt nichts über diesen Kongress und insbeondere soll dieser damit nicht mit Scientology in Verbindung gebracht werden. Einzige derzeit erkennbare Verbindung ist, daß in beiden Tribunalen Thomas Szasz als "Ankläger" fungierte, der einzige Mitbegründer des KVPM, der über Deutschland hinaus Bekanntheit hat.

Das zeigt aber, auf welchen Gebieten Christoffel bisher tätig war.
 

München:

Im Text "Korruption erfolgreich bekämpfen!" wird als Impressum angegeben:

ATV München · I. Lehmann · Türkenstrasse 69 · 80799 München · Tel./Fax: 089-1488217-990
Ingo Lehmann ist bei Scientology in leitender Funktion für die Täuschung der Öffentlichkeit zuständig.
Er ist Leiter des "Menschenrechtsbüro München" der ScientoIogy Kirche Deutschland e.V.
Dieses betreibt die Website www.menschenrechtsbuero.de
Zur Täuschung der Öffentlichkeit durch Scientology vgl. Desinformation: Erfolge vor Gericht?  Urteile "redefiniert"

Ingo Lehmann ist zudem Mitglied des wichtigsten deutschen Scientology-Vereins. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Nur sehr wenige Scientologen sind "echte" Mitglieder der Vereine, vgl. dazu Scientology-Vereine haben keine Mitglieder. Nur Kunden
Ingo Lehmann hat an der Mitgliederversammlung vom 11.6.98 teilgenommen, vgl. Protokoll der Mitgliederversammlung vom 11.6.98
 
 
 

Die Kent-Depesche

Ein Artikel von Ingo Lehmann, der in etwa dem Inhalt der ATV-Website entspricht, erschien in der Kent-Depesche Nr. 17 vom 5.7.2001.
 
 
Ausschnitte aus dem Editorial der Nr. 18 von 
"Mehr wissen besser leben 
Michael Kents wöchentlicher Depeschendienst 
Für die Freiheit - Gegen den Wahnsinn"
Michael Kent ist Betreiber der Website www.Psychopolitk.de
Diese enthält ein Sammelsurium aus Scientology-Ideologie, Antipsychiatrie und Verschwörungstheorien.
Ähnlich auch seine "Depesche".
In Nr. 18 wird das "Psychiatrische Testament" des KVPM abgedruckt, dazu KVPM - Schutzbrief oder Freibrief?
mit samt dessen Gebrauchsanweisung, ohne jeden Hinweis darauf, daß der KVPM zur Scientology-Organisation gehört.
Regelmäßig erscheinen Artikel gegen Ritalin, meist mit Hinweis auf die Scientologen-Website www.Ritalin-Kritik.de, vgl. dazu Scientology gegen Ritalin
Das Blatt kostet 200.- DM für 40 Ausgaben jährlich. Spenden werden zusätzlich erbeten.
Michael Kent zu seiner besonderen Verkaufsstrategie:
 
Aus: Kent-Depesche 18/2001 Editorial  


In den nächsten Tagen wird Dich übrigens jemand aus dem Büro des Sabine Hinz Verlages anrufen und Dich fragen, wie viele Hyperaktivitäts-Sonderhefte Du beziehen möchtest. Um die Idee dahinter noch einmal zu verdeutlichen:  
Mein Wunsch ist, dass viele Depeschenbezieher 25, 50 oder 100 Hefte abnehmen, also mit DM 125,--, 220,-- oder 365,-- in Vorleistung gehen, um die Hefte anschließend unter die Menschen zu bringen. Es geht hier darum, Verantwortung für die zukünftige Generation zu übernehmen! Und wer die Dinger nicht verschenkt, sondern zum normalen Preis veräußert, erzielt mit der direkten Verbesserung der Zustände bei 100 Stück sogar einen Gewinn von DM 635,--! Wenn Dich der Mitarbeiter des Hinz Verlages anruft, geht es also nicht darum, wie viel Hefte Du kaufst, sondern darum, für wie viele Kinderleben Du Verantwortung übernehmen möchtest. Beginnen wir doch einfach, in einem etwas größeren Rahmen zu denken!!
 



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